OECD-Umweltausblick: Nichthandeln gefährdet unseren Lebensstandard

Ohne umfassende politische Maßnahmen drohen uns globale Umweltschäden, die unumkehrbar sind und die jüngst erzielte Fortschritte bei der Anhebung unseres Lebensstandards vernichten könnten. Zu diesem Ergebnis kommt der aktuelle Umweltausblick der OECD bis 2050. Der Bericht mit dem Untertitel ”Die Folgen des Nichthandelns” enthält neueste Projektionen zu gesellschaftlichen und ökonomischen Trends der kommenden vier Jahrzehnte und zu deren Auswirkungen auf Klimawandel, Artenvielfalt, Wasser sowie Gesundheit und Umwelt.

Der Bericht mit dem Untertitel ”Die Folgen des Nichthandelns” enthält neueste Projektionen zu den sozio-ökonomischen Trends der kommenden vier Jahrzehnte und zu deren Auswirkungen auf Klimawandel, Artenvielfalt, Wasser sowie Gesundheit und Umwelt. Demnach wird sich die Weltwirtschaft bis 2050 fast vervierfachen. Zudem wird die Weltbevölkerung um weitere zwei Milliarden Menschen wachsen – und, damit einhergehend, die Nachfrage nach Nahrung, Wasser und Energie.

Vor allem aber sei es unerlässlich, Maßnahmen sektor- und länderübergreifend zu vereinbaren. Regelmäßige Beobachtung und Bewertung soll dabei Synergien fördern und Widersprüche zwischen einzelnen Initiativen verhindern. Strategische Partnerschaften zwischen staatlichen und privaten Akteuren, zum Beispiel Unternehmen, Forschungseinrichtungen und zivilgesellschaftlichen Organisationen, können nach Ansicht der Autoren die Effizienz der Projekte erhöhen.

”Wenn wir die Bedürfnisse von mehr als neun Milliarden Menschen befriedigen wollen, brauchen wir eine grünere Landwirtschaft, eine grünere Industrie und eine grüne Energieversorgung”, sagte der Generalsekretär der OECD Angel Gurría. Um die dringendsten Herausforderungen bis 2050 zu bewältigen sollten die Regierungen schon heute auf grünes Wachstum setzen.

OECD Environmental Outlook to 2050, Deutsche Fassung:
http://www.oecd.org/document/27/0,3746,de_34968570_34968855_40162459_1_1_1_1,00.html

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Das Postgraduierten-Programm für Nachwuchskräfte in der deutschen Entwicklungspolitik

Seit 1965 bildet das Deutsche Institut für Entwicklungspolitik (DIE) den entwicklungspolitischen Nachwuchs Deutschlands im Rahmen seines Postgraduierten-Programms aus. Zu den Absolventen des Kurses gehören u. a. Achim Steiner, Untergeneralsekretär der Vereinten Nationen und Leiter des UN-Umweltprogramms UNEP, Ingrid Hoven, deutsche Exekutivdirektorin bei der Weltbank, Bruno Wenn, Sprecher der Geschäftsführung der DEG – Deutsche Investitions- und Entwicklungsgesellschaft mbH sowie Dr. Hans-Joachim Preuß und Adolf Kloke-Lesch, Vorstandsmitglieder der Deutschen Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit (GIZ) GmbH.

Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer des 47. Kurses brachen nun zu ihrem 11-wöchigen Forschungsaufenthalt nach Ägypten, Ghana, Indonesien und Tansania auf. Die vier empirischen und beratungsorientierten Untersuchungsvorhaben beschäftigen sich mit folgenden Themen: (1) Welche Faktoren entscheiden über das upgrading von kleinen und mittleren Unternehmen (KMUs): Der Fall Ägypten; (2) Jugendarmut in Accra: Herausforderungen und Perspektiven im Kontext von Urbanisierung; (3) Indonesien: Nachhaltigkeitsstandards im indonesischen Palmölsektor – Herausforderungen und Chancen für Kleinbauern und (4) Private Stiftungen und Entwicklungszusammenarbeit: Erkenntnisse aus Tansania.

Die Projekte sind darauf ausgerichtet, gemeinsam mit Partnern vor Ort eine fruchtbare Zusammenarbeit zu gestalten, die die lokale Ownership genauso in den Blick nimmt, wie den empirischen Erkenntnisgewinn. Dabei werden der konkrete Beratungsbedarf eruiert und gemeinsame zukunftsweisende Vorschläge erarbeitet.

Jede Länderarbeitsgruppe steht unter Leitung einer DIE-Wissenschaftlerin bzw. eines Wissenschaftlers. Vor Ort arbeiten die Gruppen in enger Kooperation mit einheimischen Partnerorganisationen. Die Forschungsergebnisse der Länderarbeitsgruppen werden anschließend von den Mitgliedern in einem Bericht zusammengefasst und stehen der Öffentlichkeit zur Verfügung.

Seit dem ersten Kurs haben rund 900 Hochschulabsolventen das Postgraduierten-Ausbildungsprogramm durchlaufen. Unter den jährlich mehr als 300 Bewerbungen wählt das DIE 20 Kursteilnehmerinnen und -teilnehmer aus, von denen im Anschluss an ihre Ausbildung nahezu alle eine Beschäftigung in der Entwicklungszusammenarbeit finden – zum Beispiel in Ministerien, Beratungsunternehmen oder internationalen Organisationen. Die für die Teilnehmer kostenlose Ausbildung beginnt jeweils am 1. September. In den ersten Monaten geht es um die Vermittlung von entwicklungspolitischem Fachwissen und von interdisziplinären Kompetenzen, die für die spätere berufliche Karriere von großer Bedeutung sind, dazu gehören Präsentation und Moderation genauso wie Teambuildung und Konflikttrainings sowie der Kurs „professional writing“. Daran schließt sich die Praxiserfahrung in einem Entwicklungsland an, während der das erworbene Wissen in einem Forschungs- und Beratungsprojekt angewendet und vertieft wird.

 

Das Postgraduierten-Programm für Nachwuchskräfte in der deutschen Entwicklungspolitik.

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Neue BMZ-Bildungsstrategie “Zehn Ziele für mehr Bildung”

Der Bundesminister für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung,  Dirk Niebel, hat heute in Berlin die neue BMZ-Bildungsstrategie “Zehn Ziele für mehr Bildung” vorgestellt. Niebel: “Wir werden die bilateralen staatlichen Mittel, die wir für Bildung  usgeben, weltweit erhöhen. Für den Chancenkontinent Afrika werden wir sie bis 2013 sogar auf 137 Millionen Euro aufstocken, das ist gegenüber 2009 eine Verdopplung.”

Die Bildungsstrategie wurde in einem partizipativen Prozess erarbeitet. Der Entwurf wurde durch Bundesentwicklungsminister Dirk Niebel bereits im März 2011 in Berlin der Öffentlichkeit vorgestellt. Es folgte ein halbjähriger Konsultationsprozess, in welchem nationale und internationale Partner des BMZ ihre Anregungen zur Strategie einbrachten, unter anderem im Rahmen zahlreicher Fachkonferenzen zu zentralen Aspekten der Strategie.

Das Leitbild der Strategie ist das lebenslange Lernen, von der frühkindlichen über die Primar- und Sekundarbildung, die berufliche und die Hochschulbildung bis hin zur Erwachsenenbildung. Unter diesem Leitbild verfolgt das BMZ den Ansatz einer ganzheitlichen Bildungsförderung, die den Menschen in den Mittelpunkt stellt, alle Akteure einbezieht und Bildungssysteme als Ganzes stärkt. Zentrale Anliegen der Strategie sind der Zugang zu qualitativ hochwertiger Bildung für alle, die Wirksamkeit der Bildungsförderung, die Verbesserung geschlechtergerechter Bildung und die Erprobung innovativer Ansätze unter anderem in der Bildungsfinanzierung.

Die Globale Bildungskampagne Deutschland, ein Bündnis von zehn deutschen Nichtregierungsorganisationen, kritisiert die Strategie zur Förderung von Bildung in armen Ländern. “Herr Niebel muss in den kommenden Monaten noch beweisen, ob es bei öffentlichkeitswirksamen Ankündigungen bleibt, oder ob das BMZ seine Anstrengungen wirklich signifikant erhöht, um bis 2013 Millionen von Kindern das Recht auf gebührenfreie und gute Grundbildung zu ermöglichen”, so Maren Jesaitis, Koordinatorin der Globalen Bildungskampagne Deutschland. Unklar sei, wie die Strategie finanziert werden soll. Der BMZ-Etat für 2013 wird vermutlich um 581 Millionen Euro schrumpfen. Die Mittelerhöhungen für Bildung dürften aber auf keinen Fall zulasten anderer wichtiger Bereiche wie Gesundheitsfürsorge oder ländliche Entwicklung gehen.

Die Globale Bildungskampagne kritisiert zudem, dass die Bildungsstrategie nicht ambitioniert genug sei. Zwar betone das BMZ in der Strategie die Notwendigkeit, Chancengleichheit für Mädchen und Jungen zu gewährleisten. Die Qualität von Bildung fände jedoch zu wenig Beachtung. Die Förderung von Lehrkräften sei nicht als eigenständiges Ziel berücksichtigt.

Zehn Ziele für mehr Bildung – BMZ-Bildungsstrategie 2010–2013
http://www.bmz.de/de/publikationen/reihen/strategiepapiere/Strategiepapier315_1_2012.pdf (PDF 406 KB)

 

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Meine Zeitung: Entwicklungspolitik |aktuell|

Entwicklungspolitik |aktuell| zeigt sofort, was in der deutschen Entwicklungspolitik los ist. Tagesaktuell und kostenlos. Entwicklungspolitik |aktuell|.

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Deutscher Bundestag: Projekte der GIZ im Sicherheitssektor

Die Fraktion Bündnis 90/Die Grünen hatte in ihrer Kleinen Anfrage mit Blick auf die Rahmenverträge mit Saudi-Arabien kritisiert, dass die GIZ als Auftragnehmerin in „menschenrechtlich bedenklichen Bereichen“ auftrete und eine „Verquickung zu militärischen Akteuren“ aufbaue. Dazu schreibt die Bundesregierung: „Projekte, die im sogenannten Drittgeschäft durch GIZ International Services implementiert werden, müssen den entwicklungspolitischen Grundsätzen der Bundesregierung und ihrer Menschenrechtspolitik entsprechen“. Die GIZ prüfe die Vereinbarkeit eines möglichen Auftrages mit diesen politischen Grundsätzen „sowie mit der eigenen unternehmenspolitischen Grundorientierung, die die Achtung der Menschenrechte einschließt“.

via Deutscher Bundestag: Projekte der Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit im Sicherheitssektor.

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Zentrale Dokumente und Webseiten zum HLF-4

Zu den Themen der Busan-Konferenz wird am Deutschen Institut für Entwicklungspolitik (DIE) intensiv gearbeitet. Im Vorfeld des Busan-Gipfels beschäftigen sich drei Aktuelle Kolumnen mit den wichtigsten Themen des Gipfels. Im Nachgang erfolgt eine Gipfelanalyse aus entwicklungspolitischer Sicht. http://tinyurl.com/cb7vt33

Das VENRO-Projekt “Perspektive 2015″ hat ein Hintergrundpapier zur Vorbereitung auf das HLF-4 veröffentlicht. Das Papier zeigt die zentralen Konflikte und Herausforderungen des internationalen Dialogprozesses und erläutert die zivilgesellschaftlichen Positionen. Ziel des Papiers ist es, einen Überblick über die Debatte zu geben und die Relevanz des internationalen Dialogs für die Zivilgesellschaft deutlich zu machen.

http://2015.venro.org/fileadmin/redaktion_2015/pdf/2015_VENRO_Busan_2011.pdf

Die Hilfswerke terre des hommes und Welthungerhilfe legen ihren 19. Bericht “Die Wirklichkeit der Entwicklungshilfe” (http://tinyurl.com/cd7r99j) als kritische Bewertung der deutschen Entwicklungspolitik vor. Im Zentrum des Berichtes steht diesmal die Frage der Wirksamkeit deutscher Entwicklungspolitik, die vor dem HLF-4 zur besseren Wirksamkeit von Entwicklungshilfe” eine besondere Bedeutung erfährt. Besonderes Gewicht legen Welthungerhilfe und terre des hommes auf die Forderung nach einer kohärenten Südpolitik der Bundesregierung. Die Schlussfolgerungen und Politikempfehlungen benennen zudem entwicklungspolitische Defizite, leiten daraus Anforderungen an einen Perspektivwechsel in der Entwicklungspolitik ab und stellen Überlegungen zur Entwicklung neuer Modelle und Indikatoren für Wohlstand und gesellschaftlichen Fortschritt jenseits der gegenwärtigen einseitigen Wachstumsorientierung zur Diskussion.

BMZ Portal zu Busan

http://dialogueforumgermany-busan2011.de

Das BMZ hat die Vorbereitung der Aid-Effectiveness-Konferenzen jeweils aktiv unterstützt und entscheidend mitgestaltet.

Mehr Wirkungen erzielen

http://tinyurl.com/18r

Informationsbroschüre 217 des BMZ zum 4. Hochrangiges Forum zur Wirksamkeit der Entwicklungszusammenarbeit, Busan, 29.11.–1.12.2011

Österreichisches Portal Busan 2011

http://www.globaleverantwortung.at/start.asp?b=5228

Die Dachorganisation GLOBALE VERANTWORTUNG – Arbeitsgemeinschaft für Entwicklung und Humanitäre Hilfe vertritt national und international die Interessen von derzeit 42 (Stand Jänner 2011) österreichischen Nichtregierungsorganisationen.

Schweizer DEZA-Fachwebsite zur Wirkungsdebatte

http://www.sdc-aid-effectiveness.ch

Busan Advocacy Toolkit – USE IT!

http://www.globaleverantwortung.at/start.asp?ID=244170

Diese Dokumente bilden eine gute Grundlage für individuelle, anwaltschaftliche Arbeit von Seiten der NRO und stehen zur Weiterverwendung bereit

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Weltgemeinschaft ringt in Busan um die Zukunft der Entwicklungzusammenarbeit

Beim Hochrangigen Forum zur Wirksamkeit von Entwicklungszusammenarbeit (HLF-4) werden vom 29. November bis zum 1. Dezember 2011 in Busan, Südkorea bisherige Fortschritte im Hinblick auf eine wirksamere Entwicklungszusammenarbeit erfasst und neue Schwerpunkte gesetzt. Im Mittelpunkt der Debatte steht dabei die Frage, welches Paradigma die Entwicklungszusammenarbeit in Zukunft bestimmen wird.

Das HLF-4 ist ein wichtiger Meilenstein, um künftig Entwicklungszusammenarbeit erfolgreicher zu gestalten. Einmal mehr wird Bilanz gezogen, ob die 2005 mit der Pariser Erklärung international vereinbarten Prinzipien für nachhaltige Entwicklung wie etwa die Stärkung der Eigenverantwortung der Partnerländer, die bessere Abstimmung der Geber oder die gegenseitige Rechenschaftspflicht auch tatsächlich umgesetzt werden. Eine umfangreiche Evaluierung gibt Orientierungshilfe und zeigt, wer seine Hausaufgaben gemacht hat und wer nicht.

Das Forum in Busan ist bereits das vierte Treffen im Rahmen eines internationalen Prozesses, dessen Ziel es ist, Entwicklungszusammenarbeit wirksamer zu gestalten. Hintergrund ist die Erkenntnis der Staatengemeinschaft, dass die im Jahr 2001 festgelegten Millenniumsentwicklungsziele(MDG) zur Verringerung der weltweiten Armut nur mit dem verstärkten Einsatz aller Beteiligten zu erreichen sind. Dazu gehören sowohl die Bereitstellung von mehr finanziellen Mitteln für die Entwicklungszusammenarbeit als auch deren stärkere Ausrichtung an Wirksamkeitsprinzipien.

Mit der Verabschiedung der Erklärung von Paris haben die beim zweiten Hochrangigen Forum zur Wirksamkeit für Entwicklungszusammenarbeit (HLF2) vertretenen Geber- und Partnerländer, multilateralen Institutionen und Entwicklungsbanken im Jahr 2005 fünf Prinzipien festgelegt und diese mit Indikatoren und konkreten Verpflichtungen für Geber und Partnerländer verbunden. Die Erklärung von Paris hat fünf Prinzipien für wirkungsvolle Entwicklungshilfe definiert – und zwar die Eigenverantwortung der Entwicklungsländer („ownership“), die Nutzung ihrer Institutionen und Verfahren („alignment“), Geberharmonisierung, Ergebnisorientierung („managing for results“) und – wechselseitige Verantwortung. Erweitert wurde die Erklärung von Paris beim bislang letzten Hochrangigen Forum zur Wirksamkeit von Entwicklungszusammenarbeit in Accra im Jahr 2008 (HLF-3). Der Aktionsplan von Accra (AAA) baut auf der Erklärung von Paris auf und erweitert sie um Bereiche wie fragile Staaten, neue Geber, Sektoraufgaben und die Zivilgesellschaft, verzichtet aber auf Indikatoren und Zeithorizonte.

„We will make aid more transparent“, erklärten die Teilnehmer des High ­Level Forums on Aid Effectiveness in Accra 2008. Der Vorstand der in Accra gegründeten International Aid Transparency Initiative (IATI – http://www.aidtransparency.net/) verabschiedete im Februar 2011 einen internationalen Datenstandard. Make Aid Transparent heisst eine von über 90 NGOs getragene internationale Kampagne. In einer Petition werden die Regierungen der Geberländer aufgefordert, offen darüber zu informieren, was sie mit den Geldern der Entwicklungszusammenarbeit finanzieren. (http://www.makeaidtransparent.org)

Von großem Erfolg gekrönt sind die Bemühungen bislang nicht, wie eine Evaluierung (http://www.oecd.org/dataoecd/25/30/48742718.pdf)des Entwicklungsausschusses der Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (OECD-DAC) im Mai ergab: Insgesamt seien die Ziele von Paris und Accra nur zu etwa einem Drittel erreicht worden. Die Geber haben demnach von 13 relevanten Indikatoren global nur einen erfüllt. Die Entwicklungsländer hätten deutlich mehr politisch und institutionell verändert als die Geber, heißt es weiter. Am besten sei es noch gelungen, die Eigenverantwortung der armen Länder zu stärken, die größten Defizite bestünden bei der gegenseitigen Rechenschaftspflicht. Die Brookings Institution (http://tinyurl.com/bu8m5d7) spricht von einem „düsteren Ergebnis“ und zwar „selbst nach den Standards der internationalen Entwicklungspolitik, in der regelmäßig Versprechen abgegeben, aber selten gehalten werden“. Beim Forum in Busan sollen Fortschritte erfasst und eine Agenda zur Verbesserung der Wirksamkeit vereinbart werden.

Der vom EU-Parlament kürzlich abgesegnete ‘report on the 4th High Level Forum on Aid Effectiveness’ ist vielversprechend – und steht damit im Kontrast zum von der Kommission vorgelegten Vorschlag für eine EU-Position von Anfang September. Der ‘Preda-Bericht’ (http://tinyurl.com/cnoznl7) stellt die Öknomisierung der EZA in Frage, fordert die Stärkung der Zivilgesellschaft, die Abschaffung indirekter Lieferbindungen und ein starkes Bekenntnis zum bisherigen Prozess. Der ‘Preda-Bericht’ weist auf den unkritischen Umgang mit dem Privatsektor, der als Akteur mit ins Boot geholt werden soll ohne Standards wie Menschenrechte, ArbeitnehmerInnenrechte und mehr einzufordern. Der ‘Preda-Bericht’ weist explizit auf die Gefahren für die Armutsbekämpfung hin, die sich aus dieser Entwicklung ergeben könnten.

Der jüngste Entwurf des Busan Outcome Document (http://www.ccc-cambodia.org/downloads/aid-effective/ATT00010.pdf) zeigt nun eine deutliche Verbesserung im Vergleich zu den ersten beiden Entwürfen, Schwächen finden sich aber immer noch genug: wenig Zugeständnisse an die Zivilbevölkerung, dafür viele an den Privatsektor, mehr Fokus auf Armutsbekämpfung, dafür ein wenig konsistenter Umgang mit Geschlechtergerechtigkeit. Die finale Version, die am High Level Forum in Busan Grundlage für das Abschlussdokument sein wird, wird in den kommenden Wochen von ‘Sherpas’ vorbereitet werden. Quelle: http://www.globaleverantwortung.at/start.asp?ID=246734

Zivilgesellschaftliche Akteure fordern die umfassende Beteiligung der Zivilgesellschaft als eigenständige Entwicklungsakteure sowie eine gleichberechtigte und gerechte Entwicklungsarchitektur. Damit ein neues Paradigma zu nachhaltiger Entwicklung und Armutsbekämpfung beitragen kann, müssen in Busan die bisherigen Verpflichtungen auf der Grundlage des Prinzips der demokratischen Eigenverantwortung überarbeitet werden, die Menschenrechtsperspektive gestärkt und zugrunde liegende Armutsursachen bekämpft werden.

Das HLF-4 sollte daher nicht nur dazu genutzt werden, die Fortschritte bei der Umsetzung der Verpflichtungen von Paris und Accra zu erfassen, sondern auch dazu, eine umfassende Reform der Entwicklungszusammenarbeit in die Wege zu leiten, von der die Ärmsten profitieren. Entscheidend dafür ist, dass der politische Kontext von Entwicklung und Armut in den Fokus genommen wird, der Dialog durch die Einbeziehung der Zivilgesellschaft breit verankert und mit messbaren, zeitgebundenen und überprüfbaren Verpflichtungen verbunden wird. Quelle: VENRO 2015 aktuell, http://2015.venro.org/fileadmin/redaktion_2015/pdf/2015_VENRO_Busan_2011.pdf

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SID informiert über internationale Zusammenarbeit

Das Chapter Hamburg der Society for International Development (SID) möchte Sie weiter in die Diskussion um die globale Entwicklung einbeziehen. Durch unsere Angebote wollen wir Entwicklung durch Lernen und Dialog fördern und folglich die ganze Vielfalt der Stimmen zulassen. SID arbeitet seit mehr als 50 Jahren als globales Netzwerk von Menschen und Institutionen, die sich für Innovation in der internationalen Zusammenarbeit engagieren.

Um Sie aktuell und interaktiv zu informieren, erproben wir gerade die folgenden Angebote, die alle für Sie kostenlos sind. Wir freuen uns, wenn Sie daran Interesse fänden.
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SID Hamburg Rundbrief

Unser Rundbrief erscheint unregelmäßig zu relevanten Themen. Der SID-Rundbrief wird kostenlos per E-Mail von Hamburg aus über Yahoo versendet. Bestellungen: mailto:SID-HH-subscribe@yahoogroups.de (Einfach leere eMail senden)
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Global Digest, eine Yahoo! Group

Global Digest empfängt Meldungen aus dem Bereich der Entwicklungspolitik, Globalisierung und Eine-Welt-Arbeit im deutschsprachigen Raum. Lesen Sie die vielfältigen Stimmen aus erster Hand, sofort, als tägliche Zusammenfassung oder als RSS-Feed. Im einzigartigen Archiv finden Sie Meldungen ab Juni 2007.
Abonnement: http://de.groups.yahoo.com/group/GlobalDigest/
RSS-Feed: http://rss.groups.yahoo.com/group/GlobalDigest/rss http://feeds.feedburner.com/GlobalDigest
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XING-Gruppe Entwicklungszusammenarbeit

Über die Netzwerkplattform XING erreichen wir mehr als 5000 deutschsprachige Fachleute und Interessierte. Nutzen Sie dieses Forum, um über Entwicklungspolitik und internationale Entwicklungszusammenarbeit zu diskutieren oder Informationen zu beschaffen. Knüpfen Sie hier Kontakte in diesem Berufsfeld. Treten Sie hier bei: http://www.xing.com/group-4705.2904d8
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Twitter Gruppe Entwicklungspolitik

Aus dem globalen Grundrauschen filtern wir hier jeden Moment die Meldungen heraus, die für die Entwicklungspolitik Bedeutung haben.
http://twitter.com/#!/Weitzenegger/entwicklungspolitik
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SID Hamburg Blog

In unserem Blog erhalten Sie Kurzmeldungen zur internationalen Entwicklungszusammenarbeit, die uns gerade Wert waren, sie so zu verbreiten.
Blog: http://enwicklungspolitik.blogspot.com
Feed: http://enwicklungspolitik.blogspot.com/feeds/posts/default
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Weblinks bei Mister Wong Entwicklungspolitik

Mister Wong ist die erste kostenlose freie Bibliothek digitaler Dokumente in Deutschland. Wir teilen hier interessante Links und Dokumente zur Entwicklungspolitik.
http://www.mister-wong.de/groups/Entwicklungspolitik/
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Weitere Angebote im Internet

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SID on LinkedIn http://www.linkedin.com/groups?gid=788017&trk=hb_side_g
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Haben Sie Informationen, die für unser Publikum relevant sind? Dann nehmen Sie doch mit uns Kontakt auf! Wir freuen uns von Ihnen zu hören. Falls Sie uns Ihren eigenen Newsletter senden wollen, richten Sie ihn bitte an unseren Direktverteiler: globaldigest@yahoogroups.de.

Mit freundlichen Grüßen
SID Hamburg Chapter

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Open Aid Data Konferenz, 28./29.09.2011, Berlin

Open Aid Data Konferenz

Transparenz und offene Daten für mehr Wirkung in der

via GlobalDigest : Beitrag: Open Aid Data Konferenz, 28./29.09.2011, Berlin.

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100 places to keep

100 places.

Diese 100 einzigartigen Orte könnte schon bald aufgrund des Klimawandels verschwinden

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