Was passiert nach dem Handy-Recycling?

Vodafone:

“Die Alt-Handys werden an unseren Recycling-Partner CCR Deutschland AG in Dornach weitergeleitet, der die Handys auf ihre Tauglichkeit überprüft. Noch funktionstüchtige Geräte werden aufbereitet und in Entwicklungsländern abgegeben. Die restlichen Geräte werden zerlegt und der stofflichen oder thermischen Verwertung zugeführt.”

Auch O2 verkauft brauchbare Geräte weiter:

Nach der Einsendung an “Dr. Handy” wird geprüft, ob die Handys noch funktionieren. Ist das der Fall, werden sie nach Ostafrika und China verkauft. Sind sie nicht mehr zu gebrauchen, zerlegen speziell geschulte Mitarbeiter die Geräte in ihre Einzelteile. Sie trennen wertvolle Edelmetalle und wieder verwertbare Materialien von Elektroschrott. Giftige Bestandteile werden gesondert gesammelt und entsorgt. Für jedes Handy, das wir entgegennehmen, zahlen wir dem WWF 2,50 Euro. 2009 belief sich der Betrag auf 28.655 Euro. Dieses Geld wird in das Naturschutzprojekt “Mittlere Elbe” investiert (…)

Ich stell mir die Frage, ob es der Entwicklung der Entwicklungsländer gut tut, wenn wir unsere übrigen Sachen dorthin verfrachten. Wenn unsere Altkleider billigst von Hilfsorganisationen abgegeben werden, kann sich die lokale Textilindustrie doch nicht entwickeln! Nokia recycelt vor Ort und schreibt hierzu:

(…) Zudem möchten wir nicht, dass die die Dritte Welt zu einem Ort wird, an dem die industrialisierte Welt veraltete Technologie entsorgt. Demgegenüber ist es sehr viel nachhaltiger, die erheblichen Technologiefortschritte des letzten Jahrzehnts zu nutzen, um eigens für die Märkte in Entwicklungsländern optimierte Produkte anzubieten, wo es häufig an einer Recycling-Infrastruktur fehlt.

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