Nokia

  • Recycling:
  • Umweltstrategie
  • Klimastrategie
  • Erwartungen an Zulieferbetriebe (und deren Arbeitsbedingungen)
  • Vollzug der Vorgaben 11

Nokia:

Recycling:

Auf der Homepage in übersichtlichen Grafiken und teilweise
mit herunterladbaren Videos visualisiert. Ausführliche
Informationen über Sinn und Zweck des Recyclings, Studien zum
Recycling. Wenn man sich dafür interessiert, sind die Infos über
zwei Klicks zu erreichen:

„Nokia führt bereits seit Ende der neunziger Jahre
Rücknahmekampagnen durch und arbeitet dabei regelmäßig
mit Umweltorganisationen und Nichtregierungsorganisationen wie dem
WWF zusammen, um das Problembewusstsein von Verbrauchern überall
auf der Welt zu fördern. Darüber hinaus arbeiten wir
außerdem zusammen mit anderen Unternehmen unserer Branche
daran, allgemeine Recycling-Standards zu verbessern.

Nokia engagiert sich zudem in vielen Projekten mit dem Ziel, die
Weiterverwertung nicht mehr benutzter Telefone zu verbessern. Dazu
gehört etwa die MPPI-Arbeitsgruppe, die globale Richtlinien zu
Design, Sammlung, Aufarbeitung und Recycling von Mobiltelefonen
entworfen hat. Wir sind außerdem Mitglied der StEP-Initiative
(Solving the E-Waste Problem). Dabei handelt es sich um eine
Kooperation zwischen Industrie und Hochschulen unter Leitung der
United Nations University.(…)

Und was ist mit der Wiederaufbereitung von Telefonen?

Nokia selbst bereitet derzeit keine Telefone wieder auf und
unterstützt auch keine Unternehmen, die dies tun. Der Grund
dafür ist, dass wir die Qualität und Sicherheit der
Telefone nach der Wiederinstandsetzung nicht kontrollieren können.
Zudem möchten wir nicht, dass die die Dritte Welt zu einem Ort
wird, an dem die industrialisierte Welt veraltete Technologie
entsorgt. Demgegenüber ist es sehr viel nachhaltiger, die
erheblichen Technologiefortschritte des letzten Jahrzehnts zu nutzen,
um eigens für die Märkte in Entwicklungsländern
optimierte Produkte anzubieten, wo es häufig an einer
Recycling-Infrastruktur fehlt.

Gleichzeitig treiben wir auch die Entwicklung unserer
Rücknahmeverfahren in den sich entwickelnden Märkten
voran.“1

Umweltstrategie:

„Unseren ökologischen Fußabdruck minimieren

Nokias Umweltengagement basiert auf einem Ansatz, der den gesamten
Lebenszyklus in Betracht zieht. Deshalb minimieren wir die
Auswirkungen unserer Produkte auf die Umwelt über alle
Betriebsabläufe hinweg. Das fängt bei der Rohstoffgewinnung
an und hört bei Recycling, Abfallbehandlung sowie der
Wiederverwertung von Materialien auf. Wir erreichen dies durch
verbessertes Produktdesign, eine strenge Kontrolle des
Produktionsprozesses sowie durch großangelegtes Recycling und
eine umfangreiche Wiederverwertung von Materialien.

„Der Schwerpunkt unseres ökologischen Engagements liegt
auf vier Bereichen:

  • Materialmanagement.
    Wir arbeiten eng mit unseren Zulieferern zusammen und fordern von
    ihnen eine vollständige Auflistung der in unseren Geräten
    verwendeten Stoffe. Unserer Arbeit liegt ein vorbeugender Ansatz
    zugrunde mit dem Ziel, den Einsatz bedenklicher Stoffe immer weiter
    zu verringern. Außerdem erforschen wir neue,
    umweltfreundlichere Materialien wie Bioplastik oder wiederverwertete
    Metalle und Kunststoffe.

  • Energieeffizienz.
    Wir sorgen dafür, dass unsere Geräte so wenig Energie wie
    möglich verbrauchen. Darüber hinaus arbeiten wir daran,
    den Energieverbrauch unserer Arbeitsprozesse zu verringern, und
    vereinbaren mit unseren Hauptlieferanten Zielvorgaben hinsichtlich
    der Energieeffizienz.

  • Rücknahme und
    Recycling
    . Wir möchten das Bewusstsein unserer Kunden
    für die Bedeutung von Recycling stärken, auf allen Märkten
    ausgezeichnete Recyclingmöglichkeiten anbieten sowie durch
    spezielle Initiativen und Kampagnen das Recycling alter Geräte
    fördern. In 85 Ländern gibt es insgesamt 5.000 Nokia Care
    Center, wo gebrauchte Geräte zurückgegeben werden können.
    Sie bilden die Basis für unser Rücknahmeprogramm.

  • Förderung der Nachhaltigkeit durch Dienste und
    Software.
    Wir haben Öko-Dienste für unsere
    Mobiltelefone entwickelt, um die Menschen dabei zu unterstützen,
    in ihrem Alltag nachhaltige Entscheidungen zugunsten der Umwelt zu
    treffen. Im Ovi Store finden Sie zahlreiche Öko-Apps für
    Nokia Mobiltelefone zum kostenlosen Download.

Grundprinzipien

Unser ökologisches Engagement basiert auf globalen Prinzipien
und Standards. Unsere Ziele richten sich nicht in erster Linie
danach, gesetzlichen Bestimmungen zu entsprechen, sondern übertreffen
diese vielmehr bei weitem. Umweltfragen sind vollständig in
unsere Aktivitäten eingebunden, und jeder unserer Mitarbeiter
trägt Verantwortung dafür. Sie sind Teil unseres gesamten
Handelns.“2

Klimastrategie

Nokias Klimastrategie
umfasst spezielle Ziele,
die verschiedene Bereiche abdecken, welche für direkte und
indirekte CO
2-Emissionen
verantwortlich sind. Die vier wichtigsten Bereiche sind:

  • Nokia Produkte und Services

  • Nokia Geschäftstätigkeiten

  • Nokia Produktionsstätten

  • Nutzung mobiler und virtueller Tools für die Arbeit und
    das Management.

Für einige Hauptziele führen
wir Bewertungen
durch.“3

Die Klimastrategie wurde 2008 um
Energiesparziele
ergänzt.
„Um das Bewusstsein der Öffentlichkeit zu
schärfen, hat Nokia zusammen mit 150 anderen globalen
Organisationen im Vorfeld der UN-Klimakonferenz auf Bali im Dezember
2007 ein internationales
Kommuniqué
unterschrieben. Dieses Dokument fordert die
Regierungen auf der ganzen Welt dazu auf, Richtlinien und Maßnahmen
für die Industrie mit dem Ziel zu entwickeln, den
Kohlendioxidausstoß zu senken und so den Klimawandel
einzudämmen. Die Unterschrift von Nokia an diesem Kommuniqué
unterstreicht unsere feste Überzeugung, dass es viel
lohnenswerter ist, frühzeitig und eindeutig etwas gegen den
Klimawandel zu unternehmen, als später die Kosten und
Konsequenzen dafür zu tragen, jetzt nichts zu tun.

Seit Januar 2008 ist Nokia außerdem Mitglied des WWF
Climate Savers
-Programms. Dabei handelt es sich um eine
Kooperation des WWF mit Unternehmen, um gemeinsam dem Klimawandel
entgegenzuwirken. Die Mitgliedschaft in diesem Programm verstärkt
unser Bestreben, bei unseren Geschäftsabläufen,
Arbeitsweisen und Produkten Energie zu sparen.“4

Erwartungen an Zulieferbetriebe (und deren
Arbeitsbedingungen)

„An essential part of our work is
to define clear expectations for our suppliers wherever they are
located. We have developed a comprehensive set of global Nokia
Supplier Requirements (NSR), which include environmental and social
requirements based on international standards: ISO 14001, SA 8000,
OHSAS18001, PCMM and ILO, and UN conventions.(…)

One NSR-defined supplier requirement is
having a company level code of conduct in place. Codes of conduct are
specified as covering topics such as corruption, general business
routines, health and safety, human rights, working conditions, social
rights and environmental standards. We surveyed our suppliers’
code of conduct implementation and found that 92 percent met our
requirements. We have asked those suppliers that have not met our
expectations to take corrective action.

From an environmental perspective we
require all suppliers to have an environmental management system in
place. Certain suppliers are required to have certified EMS (for
example, ISO 14001). At December 31, 2009, 92 percent of our direct
suppliers’ sites were certified to ISO 14001. These certified
suppliers accounted for more than 98 percent of our hardware
purchasing expenditure during the year. We source components,
materials and services from suppliers all over the world and
continually strive to improve our way of working as we learn how to
be more effective and efficient.“5

„The following excerpt is from Nokia Supplier Requirements,
defining our expectations for Human Resources.

Workforce planning and recruiting

Supplier shall have a system to ensure the availability of
workforce for current and future business needs, in a sustainable and
ethical manner, at both organizational and unit level.

Resource planning

Resources need to be available to meet both current and future
business needs according to company strategy. Resource planning shall
be conducted at both organizational / global and unit / local levels.
In particular, underage workers or false apprenticeship schemes must
not be used.

Recruiting and exit procedures

Supplier shall ensure that competent and eligible individuals are
recruited and appointed to open positions, according to competence,
with equal opportunity and on a voluntary basis. Supplier shall check
the eligibility of candidates and that they exceed the minimum legal
age of employment.

Upon employment, individuals shall be provided with a work
contract /agreement /offer letter, basic induction training and not
be required to give financial deposits or original identity
documents. Forced labor must not be used. Employees shall be free to
leave the company after giving reasonable notice. Supplier shall
ensure that exit procedures are compliant with local legislation,
international labor standards and applicable collective agreements.

Non-disclosure and confidentiality agreements

Supplier shall ensure that employees working with Nokia products
or projects or having access to Nokia specific knowledge, information
or data, or to Nokia facilities, have signed a Non-Disclosure
Agreement (NDA). Supplier shall ensure that the employees fully
understand its practical implications.

Occupational health and safety protection

Supplier shall ensure that physical and mental working conditions
allow employees to perform their tasks safely and efficiently.
Supplier shall have procedures for identifying, minimizing and
preventing hazards. They shall be implemented as, for example, safety
instructions, work procedures, preventive maintenance, employee
training, identification of potential hazards and appropriate safety
devices, personal protective equipment and clothing, hearing
protectors, chemical control or machine safeguarding.

Supplier shall nominate and train persons responsible for the
occupational health of employees. Supplier shall have specific
procedures in place for employees under the age of 18 (young
workers).

Supplier shall assume responsibility for the occupational health
of employees working off-site (e.g., at customer premises).

Occupational health and safety response

Supplier shall have occupational health and safety procedures to
prepare for and respond to emergency situations involving
occupational health and safety risks. Supplier shall record and
investigate emergency situations. Management shall encourage
employees to report accidents and take action upon these records and
reports.

Employee amenities

Supplier shall ensure that employees are provided with access to
potable water and clean toilet facilities. Canteen facilities and
food preparation areas shall be clean and safe, and food shall be
provided at reasonable cost. Employee dormitories shall be clean,
safe (equipped with, e.g., fire extinguishers and exits), adequately
ventilated and/or heated, shall provide reasonable personal space and
shall be provided at reasonable cost.

Competence analysis

Supplier should periodically conduct competence analyses to
identify the knowledge and skills/competences required to perform the
organization’s business activities according to short- and
long-term strategic goals.

Competence development

Supplier shall ensure that employees, at all levels and with equal
opportunity, have the education, training and competence they need
for their positions and tasks. Supplier shall develop training plans
based on competence analyses and implement them to enhance and
develop workforce capabilities. Supplier shall maintain a training
register, detailing the training employees have received.

Nokia specific training and certification

Supplier shall ensure, on request, that personnel allocated to
Nokia work have the necessary training on Nokia policies, products,
processes and guidelines and, if needed, have necessary licenses and
certificates. Supplier shall ensure such licenses and certificates
are valid in terms of time and scope. Supplier, providing services at
Nokia facilities, including (Nokia’s) customer sites, shall ensure
that its personnel act in accordance with Nokia values and Code of
Conduct.

Learn more about the Nokia
Code of Conduct
.

Working time and time off

Supplier shall ensure that employees can perform assigned tasks
efficiently without exceeding the maximum working hours as defined by
local labor laws or applicable collective agreements. Supplier shall
ensure that employees have at least one day off per seven-day week,
and that overtime work is voluntary. Holidays (e.g., public holidays)
and leaves of absence (e.g., medical or parental) shall comply with
local labor laws or applicable collective agreements.

Compensation and benefits

Supplier shall provide all employees (permanent, temporary,
apprentices and contract workers) with fair compensation (wages
/salaries) meeting or exceeding local legal and industry minimum
standards, for regular as well as overtime work. Supplier shall also
provide employees with benefits to reward contributions, skills and
behavior considered vital to success. Compensation and benefits shall
be aligned with relevant company policies.

Fair treatment

Supplier shall ensure that employees at its facilities are treated
with respect and dignity, equal opportunity and are safe from abuse,
harassment or bullying of any kind (e.g., physical, verbal, mental,
sexual, racial, cultural, age or disability related). Supplier shall
ensure company rules / guidelines are communicated to employees.
Supplier shall ensure that disciplinary procedures prohibit physical
punishment and do not support financial deductions, or the threat
thereof.

Performance management

Supplier should have a system to manage employee performance.
Supplier should ensure individual objectives are derived from company
strategy and policies. Supplier should ensure performance is
evaluated fairly and objectively, against defined criteria and on a
periodic basis, to identify ways to improve performance.

Communication and coordination

Supplier shall ensure that information relevant to employees
(about, e.g., business activities, changes and results) is
communicated across the organization. Supplier shall ensure employees
can share such information fast enough to be able to align their
activities efficiently. Supplier shall respect the right of all
employees to form and join trade unions of their choice and to
bargain collectively, and in cases this is restricted by law,
facilitate parallel means to ensure that individuals or groups are
able to raise concerns to the attention of the management.

Employee satisfaction

Supplier should have the means to evaluate and improve employee
satisfaction. A company of substantial size (i.e. headcount exceeding
100) should have an employee satisfaction program based on employee
opinion surveys and should take action based on the results of the
program.

Feedback and complaint channels

Supplier shall have a system through which employees can give
feedback or complain about unethical conduct, unfair treatment or
practices, violation of company values, policies and procedures, or
improvement ideas and suggestions. Management shall, when
appropriate, act upon this feedback and handle it confidentially and
anonymously. Management shall ensure that there are no adverse
consequences as a result of giving feedback.“6

Vollzug der Vorgaben

„Openness and trust are important
aspects when working together with suppliers and driving compliance
and performance improvements. We find that some suppliers have
well-developed corporate responsibility programs, while others need
more support. We use supplier assessments (self and on-site) to
understand

individual supplier performance level
and compliance to our requirements. We also conduct supplier
satisfaction surveys to get feedback on our approach.

The results of the supplier
satisfaction survey reflect how we perform on topics such as
planning, relationship management and whether other business
expectations force suppliers to compromise on their environmental and
ethical level of compliance. In 2009, on average, the respondents
of the supplier satisfaction survey gave an overall rating for doing
business with Nokia as 79 percent on a scale where zero percent
represents an unacceptable level and 100 percent an excellent level.
Furthermore, on average the respondents rated the overall level of
Nokia’sapproach to corporate responsibility as 91 percent.
7

Quellen

1http://www.nokia.de/nokia/umwelt/we-recycle/warum-recyceln

2http://www.nokia.de/nokia/umwelt/unsere-verantwortung/umweltstrategie

3http://www.nokia.de/nokia/umwelt/unsere-verantwortung/umweltstrategie/klimastrategie

4http://www.nokia.de/nokia/umwelt/unsere-verantwortung/umweltstrategie/klimastrategie

5http://nds1.nokia.com/NOKIA_COM_1/Corporate_Responsibility/Sustainability_report_2009/pdf/sustainability_report_2009.pdf

6http://www.nokia.com/corporate-responsibility/supply-chain/nokia-supplier-requirements/human-resources

7http://nds1.nokia.com/NOKIA_COM_1/Corporate_Responsibility/Sustainability_report_2009/pdf/sustainability_report_2009.pdf

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