Story of Electronics

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Was passiert nach dem Handy-Recycling?

Vodafone:

“Die Alt-Handys werden an unseren Recycling-Partner CCR Deutschland AG in Dornach weitergeleitet, der die Handys auf ihre Tauglichkeit überprüft. Noch funktionstüchtige Geräte werden aufbereitet und in Entwicklungsländern abgegeben. Die restlichen Geräte werden zerlegt und der stofflichen oder thermischen Verwertung zugeführt.”

Auch O2 verkauft brauchbare Geräte weiter:

Nach der Einsendung an “Dr. Handy” wird geprüft, ob die Handys noch funktionieren. Ist das der Fall, werden sie nach Ostafrika und China verkauft. Sind sie nicht mehr zu gebrauchen, zerlegen speziell geschulte Mitarbeiter die Geräte in ihre Einzelteile. Sie trennen wertvolle Edelmetalle und wieder verwertbare Materialien von Elektroschrott. Giftige Bestandteile werden gesondert gesammelt und entsorgt. Für jedes Handy, das wir entgegennehmen, zahlen wir dem WWF 2,50 Euro. 2009 belief sich der Betrag auf 28.655 Euro. Dieses Geld wird in das Naturschutzprojekt “Mittlere Elbe” investiert (…)

Ich stell mir die Frage, ob es der Entwicklung der Entwicklungsländer gut tut, wenn wir unsere übrigen Sachen dorthin verfrachten. Wenn unsere Altkleider billigst von Hilfsorganisationen abgegeben werden, kann sich die lokale Textilindustrie doch nicht entwickeln! Nokia recycelt vor Ort und schreibt hierzu:

(…) Zudem möchten wir nicht, dass die die Dritte Welt zu einem Ort wird, an dem die industrialisierte Welt veraltete Technologie entsorgt. Demgegenüber ist es sehr viel nachhaltiger, die erheblichen Technologiefortschritte des letzten Jahrzehnts zu nutzen, um eigens für die Märkte in Entwicklungsländern optimierte Produkte anzubieten, wo es häufig an einer Recycling-Infrastruktur fehlt.

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Zusammenfassung Nokia, Philips & Apple

Nokia und Apple haben die letzten Jahre vorbildlich einen Nachhaltigkeitsbericht abgelegt. Darin ist auch die Umsetzung der Anforderungen (etwa Codes of Conduct) an die Zulieferbetriebe ein Thema. Bei Nokia werden Bewertungen durchgeführt, was 2009 etwa eine Arbeitszufriedenheit von 79 % in den Zulieferbetrieben ergab (0% = nicht akzeptabel, 100% = sehr gute Zufriedenheit). Sehr detailliert sieht der Bericht von Apple aus – die wichtigsten Punkte der Anforderungen werden bewertet. Auffällig ist hierbei, dass vor zwei Jahren 68 % der Zulieferer gegen die Arbeitszeitvorgabe (60 Std/Woche) häufig verstoßen haben. Über ein Drittel erhielten zu wenig Lohn. Sofern die Zahlen für 2009 stimmen, hat sich einiges getan: Die Zahl der häufigen Verstöße gegen die Arbeitszeit fiel auf 42%, knapp 60% erhalten nun einen nach Apple angemessenen Lohn.

Bei Philips konnte ich leider keinen Nachhaltigkeitsbericht und nichts zu den Produktionsbedingungen finden. Sie stellen heraus, dass ihre EcoVision Umweltprogramme etwa die Recyclingmenge bis 2015 verdoppeln, die Energieeffizienz der Produkte um die Hälfte steigern und Gesundheitspflege für 500 Millionen Menschen sicherstellen wollen.

Fürs Recycling bieten alle Konzerne Lösungen: Das Althandy landet im Nokia Shop, für Ipod und Co gibt’s kostenlose Versandaufkleber. Philips verlinkt vorallem zu Dienstleistern und regionalen Sammelstellen, etwa um die Leuchtmittel zu entsorgen.

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Nokia

  • Recycling:
  • Umweltstrategie
  • Klimastrategie
  • Erwartungen an Zulieferbetriebe (und deren Arbeitsbedingungen)
  • Vollzug der Vorgaben 11

Nokia:

Recycling:

Auf der Homepage in übersichtlichen Grafiken und teilweise
mit herunterladbaren Videos visualisiert. Ausführliche
Informationen über Sinn und Zweck des Recyclings, Studien zum
Recycling. Wenn man sich dafür interessiert, sind die Infos über
zwei Klicks zu erreichen:

„Nokia führt bereits seit Ende der neunziger Jahre
Rücknahmekampagnen durch und arbeitet dabei regelmäßig
mit Umweltorganisationen und Nichtregierungsorganisationen wie dem
WWF zusammen, um das Problembewusstsein von Verbrauchern überall
auf der Welt zu fördern. Darüber hinaus arbeiten wir
außerdem zusammen mit anderen Unternehmen unserer Branche
daran, allgemeine Recycling-Standards zu verbessern.

Nokia engagiert sich zudem in vielen Projekten mit dem Ziel, die
Weiterverwertung nicht mehr benutzter Telefone zu verbessern. Dazu
gehört etwa die MPPI-Arbeitsgruppe, die globale Richtlinien zu
Design, Sammlung, Aufarbeitung und Recycling von Mobiltelefonen
entworfen hat. Wir sind außerdem Mitglied der StEP-Initiative
(Solving the E-Waste Problem). Dabei handelt es sich um eine
Kooperation zwischen Industrie und Hochschulen unter Leitung der
United Nations University.(…)

Und was ist mit der Wiederaufbereitung von Telefonen?

Nokia selbst bereitet derzeit keine Telefone wieder auf und
unterstützt auch keine Unternehmen, die dies tun. Der Grund
dafür ist, dass wir die Qualität und Sicherheit der
Telefone nach der Wiederinstandsetzung nicht kontrollieren können.
Zudem möchten wir nicht, dass die die Dritte Welt zu einem Ort
wird, an dem die industrialisierte Welt veraltete Technologie
entsorgt. Demgegenüber ist es sehr viel nachhaltiger, die
erheblichen Technologiefortschritte des letzten Jahrzehnts zu nutzen,
um eigens für die Märkte in Entwicklungsländern
optimierte Produkte anzubieten, wo es häufig an einer
Recycling-Infrastruktur fehlt.

Gleichzeitig treiben wir auch die Entwicklung unserer
Rücknahmeverfahren in den sich entwickelnden Märkten
voran.“1

Umweltstrategie:

„Unseren ökologischen Fußabdruck minimieren

Nokias Umweltengagement basiert auf einem Ansatz, der den gesamten
Lebenszyklus in Betracht zieht. Deshalb minimieren wir die
Auswirkungen unserer Produkte auf die Umwelt über alle
Betriebsabläufe hinweg. Das fängt bei der Rohstoffgewinnung
an und hört bei Recycling, Abfallbehandlung sowie der
Wiederverwertung von Materialien auf. Wir erreichen dies durch
verbessertes Produktdesign, eine strenge Kontrolle des
Produktionsprozesses sowie durch großangelegtes Recycling und
eine umfangreiche Wiederverwertung von Materialien.

„Der Schwerpunkt unseres ökologischen Engagements liegt
auf vier Bereichen:

  • Materialmanagement.
    Wir arbeiten eng mit unseren Zulieferern zusammen und fordern von
    ihnen eine vollständige Auflistung der in unseren Geräten
    verwendeten Stoffe. Unserer Arbeit liegt ein vorbeugender Ansatz
    zugrunde mit dem Ziel, den Einsatz bedenklicher Stoffe immer weiter
    zu verringern. Außerdem erforschen wir neue,
    umweltfreundlichere Materialien wie Bioplastik oder wiederverwertete
    Metalle und Kunststoffe.

  • Energieeffizienz.
    Wir sorgen dafür, dass unsere Geräte so wenig Energie wie
    möglich verbrauchen. Darüber hinaus arbeiten wir daran,
    den Energieverbrauch unserer Arbeitsprozesse zu verringern, und
    vereinbaren mit unseren Hauptlieferanten Zielvorgaben hinsichtlich
    der Energieeffizienz.

  • Rücknahme und
    Recycling
    . Wir möchten das Bewusstsein unserer Kunden
    für die Bedeutung von Recycling stärken, auf allen Märkten
    ausgezeichnete Recyclingmöglichkeiten anbieten sowie durch
    spezielle Initiativen und Kampagnen das Recycling alter Geräte
    fördern. In 85 Ländern gibt es insgesamt 5.000 Nokia Care
    Center, wo gebrauchte Geräte zurückgegeben werden können.
    Sie bilden die Basis für unser Rücknahmeprogramm.

  • Förderung der Nachhaltigkeit durch Dienste und
    Software.
    Wir haben Öko-Dienste für unsere
    Mobiltelefone entwickelt, um die Menschen dabei zu unterstützen,
    in ihrem Alltag nachhaltige Entscheidungen zugunsten der Umwelt zu
    treffen. Im Ovi Store finden Sie zahlreiche Öko-Apps für
    Nokia Mobiltelefone zum kostenlosen Download.

Grundprinzipien

Unser ökologisches Engagement basiert auf globalen Prinzipien
und Standards. Unsere Ziele richten sich nicht in erster Linie
danach, gesetzlichen Bestimmungen zu entsprechen, sondern übertreffen
diese vielmehr bei weitem. Umweltfragen sind vollständig in
unsere Aktivitäten eingebunden, und jeder unserer Mitarbeiter
trägt Verantwortung dafür. Sie sind Teil unseres gesamten
Handelns.“2

Klimastrategie

Nokias Klimastrategie
umfasst spezielle Ziele,
die verschiedene Bereiche abdecken, welche für direkte und
indirekte CO
2-Emissionen
verantwortlich sind. Die vier wichtigsten Bereiche sind:

  • Nokia Produkte und Services

  • Nokia Geschäftstätigkeiten

  • Nokia Produktionsstätten

  • Nutzung mobiler und virtueller Tools für die Arbeit und
    das Management.

Für einige Hauptziele führen
wir Bewertungen
durch.“3

Die Klimastrategie wurde 2008 um
Energiesparziele
ergänzt.
„Um das Bewusstsein der Öffentlichkeit zu
schärfen, hat Nokia zusammen mit 150 anderen globalen
Organisationen im Vorfeld der UN-Klimakonferenz auf Bali im Dezember
2007 ein internationales
Kommuniqué
unterschrieben. Dieses Dokument fordert die
Regierungen auf der ganzen Welt dazu auf, Richtlinien und Maßnahmen
für die Industrie mit dem Ziel zu entwickeln, den
Kohlendioxidausstoß zu senken und so den Klimawandel
einzudämmen. Die Unterschrift von Nokia an diesem Kommuniqué
unterstreicht unsere feste Überzeugung, dass es viel
lohnenswerter ist, frühzeitig und eindeutig etwas gegen den
Klimawandel zu unternehmen, als später die Kosten und
Konsequenzen dafür zu tragen, jetzt nichts zu tun.

Seit Januar 2008 ist Nokia außerdem Mitglied des WWF
Climate Savers
-Programms. Dabei handelt es sich um eine
Kooperation des WWF mit Unternehmen, um gemeinsam dem Klimawandel
entgegenzuwirken. Die Mitgliedschaft in diesem Programm verstärkt
unser Bestreben, bei unseren Geschäftsabläufen,
Arbeitsweisen und Produkten Energie zu sparen.“4

Erwartungen an Zulieferbetriebe (und deren
Arbeitsbedingungen)

„An essential part of our work is
to define clear expectations for our suppliers wherever they are
located. We have developed a comprehensive set of global Nokia
Supplier Requirements (NSR), which include environmental and social
requirements based on international standards: ISO 14001, SA 8000,
OHSAS18001, PCMM and ILO, and UN conventions.(…)

One NSR-defined supplier requirement is
having a company level code of conduct in place. Codes of conduct are
specified as covering topics such as corruption, general business
routines, health and safety, human rights, working conditions, social
rights and environmental standards. We surveyed our suppliers’
code of conduct implementation and found that 92 percent met our
requirements. We have asked those suppliers that have not met our
expectations to take corrective action.

From an environmental perspective we
require all suppliers to have an environmental management system in
place. Certain suppliers are required to have certified EMS (for
example, ISO 14001). At December 31, 2009, 92 percent of our direct
suppliers’ sites were certified to ISO 14001. These certified
suppliers accounted for more than 98 percent of our hardware
purchasing expenditure during the year. We source components,
materials and services from suppliers all over the world and
continually strive to improve our way of working as we learn how to
be more effective and efficient.“5

„The following excerpt is from Nokia Supplier Requirements,
defining our expectations for Human Resources.

Workforce planning and recruiting

Supplier shall have a system to ensure the availability of
workforce for current and future business needs, in a sustainable and
ethical manner, at both organizational and unit level.

Resource planning

Resources need to be available to meet both current and future
business needs according to company strategy. Resource planning shall
be conducted at both organizational / global and unit / local levels.
In particular, underage workers or false apprenticeship schemes must
not be used.

Recruiting and exit procedures

Supplier shall ensure that competent and eligible individuals are
recruited and appointed to open positions, according to competence,
with equal opportunity and on a voluntary basis. Supplier shall check
the eligibility of candidates and that they exceed the minimum legal
age of employment.

Upon employment, individuals shall be provided with a work
contract /agreement /offer letter, basic induction training and not
be required to give financial deposits or original identity
documents. Forced labor must not be used. Employees shall be free to
leave the company after giving reasonable notice. Supplier shall
ensure that exit procedures are compliant with local legislation,
international labor standards and applicable collective agreements.

Non-disclosure and confidentiality agreements

Supplier shall ensure that employees working with Nokia products
or projects or having access to Nokia specific knowledge, information
or data, or to Nokia facilities, have signed a Non-Disclosure
Agreement (NDA). Supplier shall ensure that the employees fully
understand its practical implications.

Occupational health and safety protection

Supplier shall ensure that physical and mental working conditions
allow employees to perform their tasks safely and efficiently.
Supplier shall have procedures for identifying, minimizing and
preventing hazards. They shall be implemented as, for example, safety
instructions, work procedures, preventive maintenance, employee
training, identification of potential hazards and appropriate safety
devices, personal protective equipment and clothing, hearing
protectors, chemical control or machine safeguarding.

Supplier shall nominate and train persons responsible for the
occupational health of employees. Supplier shall have specific
procedures in place for employees under the age of 18 (young
workers).

Supplier shall assume responsibility for the occupational health
of employees working off-site (e.g., at customer premises).

Occupational health and safety response

Supplier shall have occupational health and safety procedures to
prepare for and respond to emergency situations involving
occupational health and safety risks. Supplier shall record and
investigate emergency situations. Management shall encourage
employees to report accidents and take action upon these records and
reports.

Employee amenities

Supplier shall ensure that employees are provided with access to
potable water and clean toilet facilities. Canteen facilities and
food preparation areas shall be clean and safe, and food shall be
provided at reasonable cost. Employee dormitories shall be clean,
safe (equipped with, e.g., fire extinguishers and exits), adequately
ventilated and/or heated, shall provide reasonable personal space and
shall be provided at reasonable cost.

Competence analysis

Supplier should periodically conduct competence analyses to
identify the knowledge and skills/competences required to perform the
organization’s business activities according to short- and
long-term strategic goals.

Competence development

Supplier shall ensure that employees, at all levels and with equal
opportunity, have the education, training and competence they need
for their positions and tasks. Supplier shall develop training plans
based on competence analyses and implement them to enhance and
develop workforce capabilities. Supplier shall maintain a training
register, detailing the training employees have received.

Nokia specific training and certification

Supplier shall ensure, on request, that personnel allocated to
Nokia work have the necessary training on Nokia policies, products,
processes and guidelines and, if needed, have necessary licenses and
certificates. Supplier shall ensure such licenses and certificates
are valid in terms of time and scope. Supplier, providing services at
Nokia facilities, including (Nokia’s) customer sites, shall ensure
that its personnel act in accordance with Nokia values and Code of
Conduct.

Learn more about the Nokia
Code of Conduct
.

Working time and time off

Supplier shall ensure that employees can perform assigned tasks
efficiently without exceeding the maximum working hours as defined by
local labor laws or applicable collective agreements. Supplier shall
ensure that employees have at least one day off per seven-day week,
and that overtime work is voluntary. Holidays (e.g., public holidays)
and leaves of absence (e.g., medical or parental) shall comply with
local labor laws or applicable collective agreements.

Compensation and benefits

Supplier shall provide all employees (permanent, temporary,
apprentices and contract workers) with fair compensation (wages
/salaries) meeting or exceeding local legal and industry minimum
standards, for regular as well as overtime work. Supplier shall also
provide employees with benefits to reward contributions, skills and
behavior considered vital to success. Compensation and benefits shall
be aligned with relevant company policies.

Fair treatment

Supplier shall ensure that employees at its facilities are treated
with respect and dignity, equal opportunity and are safe from abuse,
harassment or bullying of any kind (e.g., physical, verbal, mental,
sexual, racial, cultural, age or disability related). Supplier shall
ensure company rules / guidelines are communicated to employees.
Supplier shall ensure that disciplinary procedures prohibit physical
punishment and do not support financial deductions, or the threat
thereof.

Performance management

Supplier should have a system to manage employee performance.
Supplier should ensure individual objectives are derived from company
strategy and policies. Supplier should ensure performance is
evaluated fairly and objectively, against defined criteria and on a
periodic basis, to identify ways to improve performance.

Communication and coordination

Supplier shall ensure that information relevant to employees
(about, e.g., business activities, changes and results) is
communicated across the organization. Supplier shall ensure employees
can share such information fast enough to be able to align their
activities efficiently. Supplier shall respect the right of all
employees to form and join trade unions of their choice and to
bargain collectively, and in cases this is restricted by law,
facilitate parallel means to ensure that individuals or groups are
able to raise concerns to the attention of the management.

Employee satisfaction

Supplier should have the means to evaluate and improve employee
satisfaction. A company of substantial size (i.e. headcount exceeding
100) should have an employee satisfaction program based on employee
opinion surveys and should take action based on the results of the
program.

Feedback and complaint channels

Supplier shall have a system through which employees can give
feedback or complain about unethical conduct, unfair treatment or
practices, violation of company values, policies and procedures, or
improvement ideas and suggestions. Management shall, when
appropriate, act upon this feedback and handle it confidentially and
anonymously. Management shall ensure that there are no adverse
consequences as a result of giving feedback.“6

Vollzug der Vorgaben

„Openness and trust are important
aspects when working together with suppliers and driving compliance
and performance improvements. We find that some suppliers have
well-developed corporate responsibility programs, while others need
more support. We use supplier assessments (self and on-site) to
understand

individual supplier performance level
and compliance to our requirements. We also conduct supplier
satisfaction surveys to get feedback on our approach.

The results of the supplier
satisfaction survey reflect how we perform on topics such as
planning, relationship management and whether other business
expectations force suppliers to compromise on their environmental and
ethical level of compliance. In 2009, on average, the respondents
of the supplier satisfaction survey gave an overall rating for doing
business with Nokia as 79 percent on a scale where zero percent
represents an unacceptable level and 100 percent an excellent level.
Furthermore, on average the respondents rated the overall level of
Nokia’sapproach to corporate responsibility as 91 percent.
7

Quellen

1http://www.nokia.de/nokia/umwelt/we-recycle/warum-recyceln

2http://www.nokia.de/nokia/umwelt/unsere-verantwortung/umweltstrategie

3http://www.nokia.de/nokia/umwelt/unsere-verantwortung/umweltstrategie/klimastrategie

4http://www.nokia.de/nokia/umwelt/unsere-verantwortung/umweltstrategie/klimastrategie

5http://nds1.nokia.com/NOKIA_COM_1/Corporate_Responsibility/Sustainability_report_2009/pdf/sustainability_report_2009.pdf

6http://www.nokia.com/corporate-responsibility/supply-chain/nokia-supplier-requirements/human-resources

7http://nds1.nokia.com/NOKIA_COM_1/Corporate_Responsibility/Sustainability_report_2009/pdf/sustainability_report_2009.pdf

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Produktionsbedingungen IT-Markt

Produktionsbedingungen IT Markt

Gegenstand:

Nokia, Philipps, Apple, Sony Erricson, Samsung, HP

Provider : O2, Vodafone, E-Plus

Leitfragen : Produktionskette und Recycling

ökologischer Fußabdruck

Macht des Konsumenten

Gegenüberstellung Konsumentensicht gegen Herstellerstatement

1. Konsumenten

Quellen: MakeItFair Kampagne ; GERMANWATCH

Der globale Markt von Geräten der Informationstechnologie (IT) wie Handys, Laptops und MP3-Playern wächst rasant. Doch die vielen Menschen, die in Ländern des Südens wie bspw. Südafrika, Sambia oder der Demokratischen Republik Kongo unter erschreckenden Verhältnissen die Rohstoffe für diese Produkte abbauen, haben wenig davon.

Und auch die Arbeiterinnen und Arbeiter, die diese Produkte letztendlich herstellen, leiden unter dem harten Wettbewerb der führenden Unternehmen des Marktes. Diese Beschäftigten arbeiten unter oft unzumutbaren Bedingungen in Osteuropa, aber vor allem in asiatischen Ländern wie China, Indien, den Philippinen oder Thailand.

Ihre Lebenswirklichkeit steht in starkem Kontrast zu dem sorgfältig gepflegten Bild der Informations- und Kommunikationsindustrie für die Öffentlichkeit – dem eines sauberen und innovativen Industriebereichs, in dem hochqualifizierte Leute arbeiten, die ein gutes Gehalt bekommen und faszinierende Programmierarbeiten verrichten.

Um auf die Schattenseiten im Herstellungsprozess von Unterhaltungselektronik aufmerksam zu machen und die großen Hersteller von Handys und anderen Elektrogeräten in die Pflicht zu nehmen und auf ihre soziale und ökologische Verantwortung für die gesamte Produktionskette hinzuweisen, wurde 2007 die Kampagne „makeITfair“ ins Leben gerufen.

makeITfair ist ein dreijähriges Projekt, das darüber informiert

  • wie die Arbeitsbedingungen in der Produktionskette von Unterhaltungselektronik (Handys, MP3-Player, Spielekonsolen und Laptops) aussehen
  • inwieweit dabei Menschenrechte verletzt werden und
  • wie stark die Umwelt durch die Produktion und Entsorgung beeinträchtigt wird.

a) Rohstoffproblematik

Wer von uns weiß schon, dass für unsere unzähligen Elektrogeräte etwa 50.000 Kinder in den Minen von Katanga im Kongo den dafür notwendigen Rohstoff Kobalt abbauen müssen?

  • Kobalt ist ein wichtiger Bestandteil von wiederaufladbaren Batterien; jeder dritte Bergarbeiter noch ein Kind oder Jugendlicher; Manche erst sieben Jahre alt; arbeiten ohne Schutzkleidung und atmen Mineralstaub ein
  • Die Elektronikbranche verbraucht immer größeren Anteil der wertvollen Metalle der Welt. In Bergbauregion in Südafrika 7.000 Dorfbewohner gezwungen, ihr Ackerland zu verlassen, damit dort neue Platinminen entstehen konnten.
  • Platin: Computerindustrie bei der Herstellung von PC-Festplatten und LCD Bildschirmen;. Die Löhne decken häufig nicht die Grundbedürfnisse; Viele Beschäftigte Leiharbeiter; haben nur wenige Rechte und verdienen wesentlich weniger als andere Arbeiter.
  • Die großen Elektronikunternehmen haben trotz allem lange Zeit ihre Verantwortung für die Verletzung von Arbeits-, Umwelt- und Menschenrechtsstandards ihrer Rohstoff-Zulieferer geleugnet.
  • makeITfair“ im November 2007 ausführliche Untersuchungen über die erschreckenden Arbeits- und Umweltbedingungen beim Abbau von Kobalt, Zinn und Platinmetallen in Afrika; Umdenken in der Branche. Mittlerweile haben einige der großen Elektronikkonzerne begonnen, ihre Zulieferketten gründlicher nach zu verfolgen.

Die Untersuchungen von „makeITfair“ haben gezeigt, dass die Elektronikindustrie ein bedeutender Endverbraucher von Zinn (35 %), Kobalt (25 %) und Platin (bis zu 14 %) ist. Durch die Studien kann außerdem der Weg dieser Metalle teilweise bis zu den Rohstoffminen zurück verfolgt werden. Hieraus ist deutlich geworden, dass die führenden Elektronikunternehmen in der Lage sind, Einfluss auf Sozial- und Umweltstandards beim Abbau der Rohstoffe auszuüben – wenn sie nur wollen.

Rohstoffe im Handy :

Tantal : Tantal wird für Kondensatoren in Handys, Digitalkameras und Laptops benötigt. Der Abbau von Koltan, das auch als Tantalerz bekannt ist, hat einen grausamen Bürgerkrieg in der Demokratischen Republik Kongo mit verursacht.

Kobalt: Kobalt ist ein wichtiger Bestandteil von wiederaufladbaren Batterien, die für Laptops, Handys und Digitalkameras genutzt werden. Die Hälfte des weltweit verwendeten Kobalts stammt aus Sambia und der DR Kongo. Dort sind Minen- und Fabrikarbeiter ernsthaften Gesundheits- und Arbeitssicherheitsproblemen ausgesetzt.

Kupfer: Chile ist der größte Kupferproduzent der Welt. Kupfer wird für viele Elektronik-Bauteile benötigt. Bauern in Chile müssen mit großen Problemen kämpfen, da der Kupferabbau sehr viel Wasser verbraucht. In den trockenen Regionen Nordchiles wird das wenige vorhandene Wassers auch für den Kupferabbau verwendet und deshalb gibt es Engpässe beim Trinkwasser.

Gold: Südafrika ist der weltgrößte Produzent von Gold. Gold wird für Kontakte und Anschlüsse auf Leiterplatten in vielen Elektronikprodukten benötigt. Es wird oft im Tagebau unter der Verwendung von schädlichen Substanzen wie Zyanid abgebaut, die in den Boden und ins Grundwasser gelangen können. Beim Abbau von 0,034 g Gold, das für ein Handy benötigt wird, entstehen mindestens 100 kg Abraum und Sondermüll.

Platin: Platin wird für Computer-Festplatten und LCD-Bildschirme in Laptops und Fernsehern verwendet. In Südafrika sind Dorfbewohner dazu gezwungen worden, ihr Ackerland ohne eine angemessene Entschädigung zu verlassen. Dort entstanden neue Platin-Minen, die die Computer-Industrie mit Mineralien versorgen. Doch damit nicht genug: 40 Prozent der Arbeiter in Südafrikas Platinminen sind Leiharbeiter, die kaum Rechte haben und noch weniger verdienen als andere Arbeiter. Oftmals müssen sie die gefährlichsten Arbeiten übernehmen und bekommen dafür häufig nur unzureichende Sicherheitstrainings.

Zinn: Zinn wird für Leiterplatten von IT-Produkten verwendet. In Indonesien, dem zweitgrößten Zinnproduzenten der Welt – hat unkontrollierter Bergbau zu Umweltzerstörungen geführt. In manchen Orten gibt es große Krater, die sich mit Wasser gefüllt haben, daneben bergeweise unfruchtbaren Boden.

Seltene Erden-Metalle: Dazu gehören 17 Elemente, die u.a. für die Produktion von fluoreszierenden Substanzen für Computer-Bildschirme verwendet werden. Seltene Erden-Metalle werden in der Inneren Mongolei in China abgebaut. In manchen Regionen verpesten Emissionen aus Metallhütten die Luft so stark, dass die Bewohner kaum die Sonne sehen. Unter den Umweltschäden des Bergbaus werden dort noch viele kommende Generationen zu leiden haben.

Nickel: Nickel wird für Batterien in vielen Elektronikgeräten verwendet. In Norilsk in Russland verursacht der Abbau von Nickel- und Kupfersulfid so starke Emissionen, dass der Schnee in der Stadt gelb aussieht.

b) Arbeitsbedingungen

Die Beschäftigten der Elektronikbranche in Asien oder Mexiko stellen Handys, MP3-Player, Elektronikspiele und Laptops her, die wir selbstverständlich besitzen und benutzen. Die Arbeitsbedingungen in den Zulieferfabriken der großen Elektronikhersteller sind jedoch mangelhaft und menschenunwürdig.

“Die Fabrikarbeiter in China und den Philippinen müssen einen hohen Preis dafür zahlen, dass wir Handys immer billiger kaufen können. Den zumeist jungen Frauen in den asiatischen Fabriken werden ihre Grundrechte vorenthalten. Oft haben sie kaum eine Chance, ihre Situation zu verbessern, da unabhängige Gewerkschaften zumeist verboten sind”, Cornelia Heydenreich von Germanwatch, einer der beiden deutschen Trägerorganisationen von „makeITfair“.

Wegen der extrem niedrigen Löhne sind die überwiegend jungen Arbeiterinnen und Arbeiter in den Zulieferunternehmen gezwungen, extrem viele Überstunden zu leisten, um überhaupt ihre Grundbedürfnisse decken zu können. Meistens wird ihnen nicht einmal der gesetzlich geregelte, höhere Lohn für die Überstunden gewährt. Recherchen von „makeITfair“ in China haben ergeben, dass die Beschäftigten teilweise bis zu 320 Stunden im Monat arbeiten müssen – das entspricht ungefähr elf Stunden pro Tag an sieben Tagen in der Woche! Dafür erhalten sie zwei Drittel von dem Geld, das ihnen gesetzlich zustehen würde. Die meisten der gering qualifizierten Arbeiter – hauptsächlich junge Frauen im Alter von 16 bis 30 Jahren – erhalten weniger als 35 Cent pro Stunde.

Durch die extreme Arbeitsbelastung sind Angestellte manchmal so erschöpft, dass sie bei der Arbeit einschlafen oder Fehler machen. Dann wird ihr Lohn gekürzt und sie verdienen noch weniger.

Aufgrund des geforderten hohen Arbeitstempos arbeiten manche Beschäftigte lieber ohne ihre störende Schutzkleidung, auch wenn die Anwendung von Chemikalien ihre Gesundheit schädigen könnte. Meistens werden sie auch nicht ausreichend darüber aufgeklärt, warum Schutzkleidung so wichtig ist.

c) Recycling

Nicht nur bei der Rohstoffförderung, also ganz am Beginn der Wertschöpfungskette, sondern auch an deren Ende, bei der Verschrottung, erzeugen die Produkte der IT-Industrie erhebliche Probleme.

Viele Produkte der Unterhaltungselektronik werden immer schneller durch Neuanschaffungen ersetzt. Die Computerbranche funktioniert nach dem Wegwerfprinzip. Obwohl in der EU ein Exportverbot für gefährliche Abfälle wie Elektroschrott besteht, wird derzeit ein erheblicher Anteil der Altgeräte in Entwicklungsländer exportiert, weil es viel billiger ist, als sie nach den Normen der EU in Europa fachgerecht zu entsorgen.

Die vielen Millionen Tonnen Elektroschrott, die jedes Jahr illegal nach Afrika oder Asien gehen, werden dort ohne Schutzvorkehrungen mit der Hand zerlegt – mit schlimmen Auswirkungen für Menschen und Umwelt. Auf den Mülldeponien versuchen Kinder und Jugendliche mit primitiven und gefährlichen Recyclingmethoden ein paar Gramm Metall auszuschmelzen und zu Geld zu machen:

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Wie selbstverständlich gehen wir heute in den Supermarkt, kaufen fair gehandelte Produkte oder achten darauf, dass Putzmittel umweltverträglich sind. Im Umgang mit Unterhaltungselektronik, die unseren Arbeits- und Freizeitalltag bestimmen, sind wir weitaus sorgloser und achten beim Kauf nur auf die Preise, die Marke und die Extras.

Hinter dem sauberen, innovativen Image der globalen IT-Industrie verbergen sich jedoch wichtige ungelöste Probleme wie Kinderarbeit und Menschenrechtsverletzungen bei der Rohstoffgewinnung, menschenunwürdige Arbeitsbedingungen in den Zulieferfirmen und die Verkippung von Elektroschrott in Entwicklungsländer.

Die Kampagne „makeITfair“ informiert in verschiedenen Studien und Broschüren ausführlich über diese schmutzige Kehrseite der Elektronikbranche. „makeITfair“ möchte jedoch nicht nur informieren, sondern gerade junge Menschen auch zum Handeln anregen.

Die Botschaft des Projekts:

Konzerne sind von der Nachfrage der Verbraucher abhängig.

Konzerne in die Verantwortung nehmen:

Konkret wird deshalb auf den Internetseiten von „makeITfair“ und „Germanwatch“ dazu aufgerufen, die großen Elektronikkonzerne per Email auf die Arbeitsbedingungen in ihren Zulieferfirmen aufmerksam zu machen, verbunden mit dem Appell, in Zukunft soziale und ökologische Standards einzuhalten.

Das Ziel ist es, multinationale Unternehmen in die Verantwortung zu nehmen, statt sie durch „schweigendes Einkaufen“ weiter kritiklos zu unterstützen.

Drüber reden:

Aber auch indem wir mit unseren Freunden und der Familie über die Schattenseiten der Elektonik-Industrie sprechen und gemeinsam mit ihnen über Lösungsansätze und Handlungsalternativen diskutieren, kann man etwas tun. Denn je mehr Menschen über diese Dinge Bescheid wissen und Druck auf die großen Konzerne ausüben, desto eher werden die Unternehmen auch auf sie hören und versuchen, diese Probleme offensiv zu lösen.

Verantwortungsbewusst recyceln:

Ein weiterer Bereich, in dem man durch sein Verhalten aktiv Einfluss nehmen kann, ist das eigene Recyclingverhalten: Alte Handys und Computer sind eine wahre Fundgrube für Gold, Platin und andere Edelmetalle. Auch wenn der Anteil in jedem einzelnen Gerät sehr gering ist, werden doch bei jährlich ca. 1,2 Milliarden verkauften Handys rund 29 Tonnen Gold verbaut.

Und was noch besser ist: Mehr als 95 Prozent dieses Goldes und anderer Edelmetalle kann heute in modernen Recyclinganlagen wieder gewonnen werden. Hierfür ist es natürlich wichtig, dass die Geräte fachgerecht recycelt und nicht illegal in andere Kontinente verschifft werden.

Das Problem ist nur, dass die tatsächliche Wiederverwertungsrate sehr gering ist. Nach einer Studie von Nokia aus dem Jahre 2008 geben nur 3 Prozent der Handybenutzer in Deutschland und Europa ihr Gerät zum Recycling. Fast die Hälfte lässt ihr altes Telefon zu Hause in Schubladen verstauben.
Eine deutliche Erhöhung der Recycling-Quote könnte jedoch direkt helfen, die Probleme bei der Rohstoffförderung und bei der illegalen Entsorgung zu mindern.

Siehe Broschüren von Make It Fair für mehr Details!

http://makeitfair.org/the-facts/leaflets/MakeITfair-CG2-DE.pdf

Aktion

Make IT Fair digitale Postkarte an Hersteller

Ziel : bis 12.10 . → 10.000 Unterschriften

Faire Handys im Angebot?

Die wichtigsten Empfehlungen an die deutschen und europäischen Mobilfunkanbieter

Empfehlung 1: Neue Marketingstrategie für Mobilfunkanbieter

Die Mobilfunkanbieter sollten eine neue Marketingstrategie entwickeln, die eine Vermarktung der Dienstleistung ins Zentrum stellt statt der Vermarktung von Mobiltelefonen,und damit den Wert eines Handys verdeutlicht. Hierzu gibt es zwei Möglichkeiten:

1. “Sim-only”-Verträge deutlicher sichtbar machen, um dadurch den Bedarf an neuen

Handys (und vor allem neuen Rohstoffen) zu reduzieren

2. “Alt-gegen-Neu”-Strategie. Nur bei Rückgabe von ausgedienten Handys gibt es bei

der Vertragsverlängerung ein neues Gerät

Empfehlung 2: Gemeinsame Recyclingkampagne der Unternehmen

Eine gemeinsame Aktion könnte die Recyclingquote erhöhen, denn vielen Verbrauchern muss erst noch bewusst gemacht werden, dass sie ihre Handys zurückgeben können und dadurch einen wertvollen Beitrag zum Schutz wertvoller Ressourcen leisten können.

Empfehlung 3: Stärkere Kontrolle der Lieferkette

Die Mobilfunkanbieter haben eine wichtige Position im Handygeschäft, da viele Verbraucher ihr Handy über diese Unternehmen beziehen. Deshalb sollten sie sich stärker für eine faire und ressourcenschonende Lieferkette einsetzen und vor allem die Umsetzung entsprechender Sozial- und Umweltstandards häufiger vor Ort kontrollieren. Idealerweise sollte diese Kontrolle auch durch externe Gutachter geschehen.

Empfehlung 4: Arbeiterinnen und Arbeiter vor Ort

Arbeitnehmervertreter sollten vor Ort in den Produktionsländern bei der Überprüfung sowie

der Entwicklung und Umsetzung der Verbesserungspläne beteiligt werden. Multi-Stakeholder-Ansätze im Rahmen einer Unternehmensinitiative würden die Möglichkeit verbessern, Arbeitnehmerbelange zu berücksichtigen. Außerdem sollte in der gesamten Lieferkette ein funktionierendes Beschwerdesystem eingeführt werden.

Empfehlung 5: Herstellung umweltfreundlicher Handys vorantreiben

Die Mobilfunkanbieter sollten die Hersteller drängen, wirklich umweltfreundliche Handys herzustellen. Diese sollten energieeffizient sein, lange nutzbar und gut recyclingfähig sein,einen hohen Anteil an bereits recycelten Materialien sowie Rohstoffe enthalten, die unter nachhaltigen Bedingungen abgebaut wurden.

Empfehlung 6: Größeren Beitrag zum Klimaschutz leisten

Zur ökologischen Verantwortung gehört es auch, alle Möglichkeiten der Energieeffizienz

auszuschöpfen (z.B. beim Betrieb von Sendeanlagen, die einen Großteil des Energieverbrauches ausmachen sowie durch Auslieferung von Geräten mit energieoptimierten Standardoptionen) und die darüber hinaus erforderliche Energie zu 100 Prozent aus Erneuerbaren Energien zu beschaffen.

Empfehlung 7: Größere Transparenz der Mobilfunkanbieter

Die Unternehmen sollten transparenter sein und der Öffentlichkeit alle benötigten Zahlen zur Verfügung stellen, unter anderem Verkaufszahlen von Handys, um dadurch ihren Einfluss auf die Mobiltelefonlieferkette abschätzen zu können. Die Informationen sollten zudem vergleichbar sein, um die Verantwortungsübernahme der einzelnen Unternehmen bewerten zu können.

Oktober 2009 Kontakt: Cornelia Heydenreich, 030/ 2888 3564, heydenreich@germanwatch.org

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