Wettrennen gegen den Hunger gestartet

Wettrennen gegen den Hunger gestartet

(epo, Berlin, 06.08.2012) Während derzeit in London olympische Wettrennen laufen, läuft weltweit ein Wettrennen gegen den Hunger. ONE hat ein an die olympische Saison angelehntes Online-Game gestartet. Die entwicklungspolitische Organisation möchte damit den Kampf gegen Hunger und Mangelernährung bekannter machen.

Spieler des von der Firma Kerb gestalteten Online-Games können auf www.one.org/rennen sowohl gegen ihre Freunde als auch gegen Merkel, Obama und Co. im Wettrennen gegen den Hunger antreten. Sie müssen auf dem Weg Hürden überwinden, um Energie zu sammeln und möglichst schnell ins Ziel einzulaufen. Anschließend können die Nutzer ihre Bestzeit über facebook vergleichen und weitere Freunde zum Spiel einladen.

Doch das Ganze hat auch einen tieferen Sinn. Am Ende des Spiels besteht die Möglichkeit, eine Petition zu unterzeichnen, die buchstäblich Leben retten kann. Der Hunger geht zwar in manchen Ländern zurück. Aber die einfachsten Nahrungsmittel enthalten meist zu wenig Vitamine und Mineralien. Geschieht dies bei Kindern über einen längeren Zeitraum, können sich ihr Gehirn und Körper nicht richtig entwickeln. Die Schäden können dann auch später nicht wieder geheilt werden.

Unterzeichner der Petition bitten daher den britischen Premierminister David Cameron, gemeinsam mit anderen Staats- und Regierungschefs am 12. August bei einer Veranstaltung am Rande der Olympischen Spiele konkrete Maßnahmen gegen die Mangelernährung in Entwicklungsländern anzukündigen.

„Das Spiel macht Spaß – aber es hat auch eine ernste Botschaft. Der Hunger ist nach wie vor eine Plage. Wir suchen immer nach neuen Wegen, Menschen zu mobilisieren und zu sensibilisieren und wir glauben, dieses Spiel kann das, indem es ein wenig von der Stimmung um die Olympiade aufgreift“, sagt ONEs Europachef Adrian Lovett.

„Wir wollen Menschen ermuntern, sich selbst einzubringen und die politisch Verantwortlichen zu erinnern, dass sie die Möglichkeit und die Verantwortung haben, Hunger und Mangelernährung anzugehen. Die bevorstehende Veranstaltung mit David Cameron am Rande der Olympiade hier in Großbritannien ist ein guter Moment, um damit anzufangen“, so Lovett.

Weltweit hungern Tag für Tag fast eine Milliarde Menschen. In der Studie „Land. Wirtschaft. Nahrung” hat ONE 30 Entwicklungsländer identifiziert, die bereits über anerkannte Strategien zur Hungerbekämpfung verfügen. Würden diese Pläne ausreichend finanziert, könnten sich in den nächsten Jahren 50 Millionen Menschen aus extremer Armut befreien und 15 Millionen Kinder vor Mangelernährung bewahrt werden.

Foto: Martineric via flickr

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