Ohne Kinder­rechte keine nach­haltige Ent­wick­lung

Ohne Kinder­rechte keine nach­haltige Ent­wick­lung

(BMZ, 22.11.2011) 20.11.2011 Zum 22. Jahres­tag der Kinder­rechts­kon­vention am 20. Novem­ber 2011 er­klärt der Staats­sekretär im Bundes­minis­terium für wirt­schaft­liche Zu­sam­men­arbeit und Ent­wick­lung, Hans-Jürgen Beer­feltz: “Die Bilanz ist weiter­hin er­schreckend. Laut UNICEF stirbt in Afrika süd­lich der Sahara jedes achte Kind unter fünf Jahren an oft ver­meid­baren und be­han­del­baren Krank­heiten. Welt­weit be­suchen über 67 Mil­lionen Jungen und Mädchen keine Schule. Mehr als 215 Mil­lionen der 5- bis 17-Jährigen müs­sen ar­bei­ten, etwa die Hälfte von ihnen unter ge­fähr­lichen Bedingungen.

Wir leisten als deutsche Ent­wick­lungs­politik viele Bei­träge, um Kinder­rechte um­zu­setzen. Neben dem stän­digen Dia­log mit unseren Partner­regie­rungen steht dabei vor allem die Stär­kung staat­licher und nicht-staat­licher Struk­turen zur Um­set­zung der Kinder­rechte in den Partner­ländern im Mittel­punkt. Wir ver­zeichnen wich­tige Erfolge: Trotz Bevöl­ke­rungs­wachs­tums ist welt­weit die Zahl der Kinder, die vor ihrem fünften Ge­burts­tag sterben, um mehr als vier Mil­lionen ge­sunken. 88 Pro­zent der Kin­der be­enden die fünfte Klasse der Grund­schule. Den­noch ist auch 22 Jahre nach der Ver­ab­schie­dung der Kon­ven­tion über die Rechte des Kindes ein Leben und eine Ent­wick­lung in Frieden und Sicher­heit für Mil­lionen von Kin­dern immer noch eine Vision. Nur wenn ihre Rechte ge­schützt wer­den, kön­nen Kinder Poten­ziale ent­falten und gesell­schaft­liche Zu­kunft mit­ge­stalten. Die um­fassende Um­set­zung der Kinder­rechts­kon­vention ist daher für eine zukunfts­orien­tierte Ent­wick­lungs­politik von großer Bedeutung.”

Hans-Jürgen Beerfeltz weiter: “Eine noch stärkere Inte­gra­tion von Kinder­rechts­aspekten bei der Planung, Um­set­zung und Steu­erung von Vor­haben in allen rele­vanten Sek­toren der Ent­wick­lungs­zusammen­arbeit ist ein not­wen­diger Schritt für die wirk­samere Ver­bes­serung der Lebens­bedin­gungen vieler Kinder und Jugend­licher. Unser Posi­tions­paper ‘Junge Menschen in der deutschen Ent­wick­lungs­politik’ wird dabei helfen.” Mit der ent­wick­lungs­poli­tischen Posi­tio­nierung soll auch der Aus­tausch mit zivil­gesell­schaft­lichen Orga­ni­sa­tionen, Ver­tre­tern der Wirt­schaft und von Forschungs­ein­richtungen sowie die Nut­zung von be­stehenden Synergie­potenzialen ge­för­dert werden. “Die Beach­tung der Kinder­rechte geht jeden Ein­zelnen von uns an”, so Hans-Jürgen Beerfeltz.

Foto: sharon.schneider via Flickr

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