Niebel eröff­net den 9. Inter­natio­nalen Dialog Bevöl­ke­rung und Ent­wick­lung

Niebel eröff­net den 9. Inter­natio­nalen Dialog Bevöl­ke­rung und Ent­wick­lung

(BMZ, 20.10.2011) 19.10.2011 Mit einer Rede hat Bundes­ent­wick­lungs­minister Dirk Niebel heute den 9. Inter­natio­nalen Dialog Bevöl­kerung und Ent­wick­lung in Berlin eröffnet. Die Experten­konfe­renz ist in diesem Jahr dem Thema “Education Matters: Empowering Young People for a Healthy Future” gewidmet. Neben 90 inter­natio­nalen Experten nehmen hoch­rangige Vertreter der Vereinten Nationen, wie Babatunde Osotimehin, Exekutivdirektor des VN-Bevöl­ke­rungs­fonds, und Carol Bellamy, erste Vorsitzende der Global Partnership for Education, an der Dialogveranstaltung teil.

Der diesjährige Dialog hat zwei inhaltliche Schwer­punkte: Bildung und Gesundheit. Beide sind nicht nur für sich allein wichtige Ziele, sie bedingen und verstärken einander. Der Minister betonte in seiner Rede “Gesundheits­förderung ist besonders dann nachhaltig erfolgreich, wenn sie bei jungen Menschen ansetzt. Das gilt ins­besondere für Fragen der repro­duktiven und sexuellen Gesund­heit. Mit Bildungs­arbeit und Aufklärung können wir kaum früh genug ansetzen. Hier liegt ein großes Potenzial, das wir nicht ungenutzt lassen dürfen. Bildung und Gesundheit gehören zu den zentralen Zielen der Entwicklungs­politik dieser Bundes­regierung. Bildung ist für mich der Schlüssel, um Armut zu über­winden und Freiheit zu erlangen. Gesundheit sehe ich als einen weiteren ganz wichtigen Baustein, um ein Leben in sozialer und wirtschaft­licher Freiheit für alle zu ermög­lichen.”

Niebel führte aus: “Wir haben uns in beiden Bereichen ambitio­nierte und klar definierte Ziele gesetzt. Wir wollen diese auf der Basis fester Prinzipien und Werte umsetzen. Im Mittel­punkt unserer Arbeit stehen die Menschen­rechte und das Prinzip der Selbst­bestimmung. Hierzu zählen auch die Rechte auf Zugang zu Bildung und auf ein höchst­mögliches Maß an Gesundheit. Ebenso wichtig ist uns die Gleich­berechtigung der Geschlechter. Diese beinhaltet die gezielte Förderung von Mädchen und Frauen. Aber auch die Berück­sichtigung von Jungen und Männern. Und immer größere Bedeutung spielen Inklusion und Anti­diskrimi­nierung. Auch besonders schutz­bedürftige und verwund­bare Menschen müssen Zugang zu Bildung und Gesundheit bekommen. Seien sie zum Beispiel durch eine Behinderung geschwächt oder durch ihre Religions­zugehörig­keit ausgeschlossen.”

Der Internationale Dialog zu Bevöl­kerung und nachhaltiger Entwicklung, der seit 2002 jährlich in Berlin stattfindet, ist mittlerweile ein etabliertes und häufig nachgefragtes Austausch- und Diskussions­forum. Die Konferenz wird von GIZ, KfW, Stiftung Weltbevölkerung, International Planned Parenthood Federation in Kooperation mit Bayer Health Care Pharmaceuticals und dem BMZ organisiert.

Der Dialog ist Bestandteil der BMZ-Initia­tive Selbst­bestimmte Familienplanung und Müttergesundheit, im Rahmen derer das BMZ unter anderem die bilateralen Zusagen in den Bereichen Familien­planung und reproduktive Gesundheit im Vergleich zu 2008 auf über 85 Millionen Euro/Jahr verdoppelt und einen besonderen Fokus auf das Thema Bildung legt.

Foto: boellstiftung via Flickr

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