Dirk Niebel: Länd­liche Ent­wick­lung ist Schwer­punkt des BMZ

Dirk Niebel: Länd­liche Ent­wick­lung ist Schwer­punkt des BMZ

(BMZ, 13.10.2011) 10.10.2011 Anläss­lich des Welt­ernäh­rungs­tags am 16. Oktober 2011 er­klärt der Bundes­minister für wirt­schaft­liche Zu­sam­men­arbeit und Ent­wick­lung, Dirk Niebel:

“In den Medien ist die Hunger­katastrophe am Horn von Afrika leider aus der Haupt­bericht­er­stat­tung wie­der ver­schwun­den, für hundert­tau­sende Menschen in Kenia, Somalia, Äthiopien, Dschi­buti, Jemen und Uganda bleibt sie bit­tere Rea­li­tät. Täg­lich ster­ben dort Kin­der und Er­wachsene an Unter­er­näh­rung. Ich bin froh, dass die Not­hilfe der inter­natio­nalen Ge­mein­schaft, an der sich die Bundes­regie­rung be­tei­ligt hat, bei den Menschen an­kommt. Die deutsche Be­völ­kerung hat mit ihrer um­fas­senden Spen­den­be­reit­schaft einen zu­sätz­lichen großen Bei­trag zur Hilfe geleistet.

Dennoch bleibt die Situa­tion – vor allem in Somalia – schwierig. Hier ist eine rasche poli­tische Lösung drin­gend not­wen­dig. Zudem bin ich über­zeugt: Not­hilfe allein reicht nicht. Es kommt ent­schei­dend darauf an, die land­wirt­schaft­lichen Struk­turen und Selbst­ver­sorgungs­kräfte in der Region zu stei­gern, um künf­tigen Hunger­katastrophen best­mög­lich vor­zu­beugen. Des­halb ist die För­derung der länd­lichen Ent­wick­lung, die über viele Jahre ver­nach­lässigt worden ist, ein Schwer­punkt­bereich der Arbeit des BMZ.”

Das BMZ hatte bereits im November 2010 ein Kon­zept zur Ent­wick­lung länd­licher Räume als Leit­schnur für die Ent­wick­lungs­politik vor­ge­legt. Für die länd­liche Ent­wick­lung standen im Jahr 2010 rund 650 Mil­lionen Euro zur Ver­fügung, ab 2011 werden es mehr als 700 Millionen Euro sein.

zu­Die Bundesregierung hatte anlässlich der Hunger­katastrophe am Horn von Afrika Hilfen im Um­fang von bis zu 151,5 Mil­lionen Euro ge­sagt. Die Unter­stüt­zung ver­teilt sich auf Sofort­hilfe, vor allem über das Welt­er­näh­rungs­pro­gramm, und mittel­fristige Unter­stützung bei der Stär­kung der Land­wirt­schaft und der länd­lichen Entwicklung.

Foto: michael pollack via Flickr

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