Hilfsorganisationen gründen WASH-Netzwerk

Hilfsorganisationen gründen WASH-Netzwerk

(EPO) Mit vereinten Kräften kämpfen deutsche Hilfsorganisationen für Wasser-, Sanitärversorgung und Hygiene für alle Menschen.

(Berlin) Am Montag (20.06.2011) haben sich 14 deutsche Hilfsorganisationen in der Bundeszentrale von Malteser International in Köln getroffen, um ein neues Netzwerk für Wasser-, Sanitärversorgung und Hygiene (WASH) zu gründen.
Mehr Zusammenarbeit, Abstimmung und Erfahrungsaustausch der Organisationen und ihrer Experten untereinander, sollen den deutschen Beitrag zur Lösung eines der größten Probleme des 21. Jahrhunderts wirkungsvoller machen. Laut aktuellen Zahlen der WHO und UNICEF leben ca. 900 Millionen Menschen weltweit ohne Zugang zu sauberem Wasser und 2,6 Milliarden ohne sanitäre Grundversorgung.
Die Mitglieder des WASH-Netzwerks teilen die gemeinsame Vision, dass alle Menschen
Zugang zu einer nachhaltigen und sicheren Wasser- und Sanitärversorgung haben und eigenverantwortlich
grundlegende Prinzipien der Hygiene praktizieren. Würde diese Vision Wirklichkeit, könnten täglich ca. 5.000 Kinder unter fünf Jahren gerettet werden, die derzeit an den Folgen mangelhafter Hygiene sterben.
Bundesentwicklungsminister Dirk Niebel begrüßte die Gründung des WASH-Netzwerks: „Nur durch eine breite gesellschaftliche Unterstützung kann Deutschland seinen internationalen Verpflichtungen gerecht werden. Deshalb sind gesellschaftliche Kräfte und Netzwerke für die Entwicklungspolitik sehr wichtig. Viele der Millenniumsziele, die im Jahr 2000 international vereinbart wurden, sind ohne sauberes Wasser und ohne ein besseres Wasserressourcenmanagement nicht erreichbar. Die Verbesserung der Wasser- und
Basissanitärversorgung ist daher ein zentraler Schwerpunkt der deutschen Entwicklungszusammenarbeit.“

Die deutsche Szene ist damit Teil eines aktuellen Trends: Fast zeitgleich wurde vom UNGeneralsekretär Ban Ki-Moon in New York ein fünfjähriger Aktionszeitraum (5-Year-Driveto- 2015 for Sustainable Sanitation) zur Verstärkung der Bemühungen der Vereinten Nationen für eine nachhaltige sanitäre Grundversorgung aller Menschen eröffnet. Ziel ist, der Lösung dieses gigantischen Problems mehr Aufmerksamkeit und Ressourcen zu widmen. Gründungsmitglieder des Netzwerks sind ADRA, Arche Nova, Arbeiter-Samariter-Bund,
AT-Verband, BORDA, German Toilet Organization, Ingenieure ohne Grenzen, Johanniter
Auslandshilfe, Malteser International, Noah Foundation, Solidaritätsdienst International, WECF, Welthungerhilfe und World Vision Deutschland.

www.epo.de

Bild: malla_mi via flickr

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