Jahrestagung der Inter-Ameri­ka­nischen Entwick­lungs­bank 2011

Jahrestagung der Inter-Ameri­ka­nischen Entwick­lungs­bank 2011

(BMZ) Vom 25. bis 28. März 2011 fand die 52. Jahrestagung der Inter-Amerikanischen Entwicklungsbank in Calgary statt, an der Vertreter aus Politik und Wirtschaft aus 48 Mitgliedsländern teilnahmen. Deutschland wurde von der Parlamentarischen Staatssekretärin beim Bundesminister für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung, Gudrun Kopp, in ihrer Eigenschaft als Gouverneurin der Bank vertreten.

Die Inter-Amerikanische Entwicklungsbank (IDB) ist die Haupt­quelle multilateraler Finanzierung in Lateinamerika und der Karibik. Die schnelle und umfangreiche Reaktion der IDB auf die Finanz­krise hat dazu beigetragen, dass ihre Bedeutung, Präsenz und ihr Einfluss in der Region gestiegen ist. Deutschland ist seit 1976 Mitglied der Bank und hält knapp 2 Prozent Anteile.

Die 2010 beschlossene Kapitalerhöhung wird es der Bank er­lauben, jährlich 12 Milliarden US-Dollar für Projekte zur Armuts­bekämpfung und nachhaltigen Entwicklung auszuleihen. Frau Kopp bekräftigte die Absicht der Bundesregierung, sich an der Kapitalerhöhung zu beteiligen und forderte den Präsidenten der Bank, Alberto Luis Moreno, auf: “Trotz der erfreulichen wirt­schaft­lichen Ent­wicklung in der Region leben große Bevöl­kerungs­teile in Armut, und Latein­amerika ist nach wie vor der Kontinent mit der größten sozialen Ungleichheit. Hier muss die Bank einen entscheidenden Beitrag leisten.”

Im Mittelpunkt der Jahrestagung stand die positive wirtschaftliche Entwicklung in der Region und der Beitrag der Bank zur Ver­rin­ge­rung der sozialen Ungleichheit. Die deutsche Gouverneurin zeigte sich zufrieden mit der Umsetzung der um­fas­sen­den Re­form­agenda, die unter der Überschrift “A Bigger and Better Bank” im Zuge der Kapitalerhöhung beschlossen worden war und betonte: “Die Wirk­sam­keit der ent­wick­lungs­politischen Zusammen­arbeit zu steigern ist ein Schwer­punkt der deutschen Entwicklungs­politik. Dafür setze ich mich auch in der IDB ein.”

Ein besonderes Anliegen war Frau Kopp die Lage in Haiti und die besondere Verantwortung, die der IDB als größtem Geber in dem Land zukommt: “Die Wiederaufbauhilfe kann nur erfolgreich sein, wenn sie die Stärkung von Regierungsstrukturen und lokalen Verwaltungen im Blick hat”. Sie drückte ihre Hoffnung aus, dass der Wahlverlauf eine gute Voraussetzung für den raschen Wiederaufbau des Landes biete.

Deutschland engagiert sich in der Bank seit Jahren vor allem im Bereich Klimaschutz und Erneuerbare Energien/Energie­effiezienz. Die deutsche Gouverneurin kündigte an, die er­folg­reiche stra­te­gische Partner­schaft 2011 mit weiteren Mitteln unter­stützen zu wollen.

 

Bild: OECD Devolpment Centre via flickr

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