Unterschriftensammlung für den Schutz ungeborener Babies vor HIV/Aids

Unterschriftensammlung für den Schutz ungeborener Babies vor HIV/Aids

(BMZ) Die Parlamentarische Staatssekretärin Gudrun Kopp hat 269.664 Unterschriften der ONE-Kampagne im Kampf gegen die HIV-Über­tragung von Mutter zu Kind entgegen genommen. Unter der Über­schrift “UNSER ZIEL FÜR 2015: KEIN KIND MIT HIV GEBOREN” kämpft ONE, als Teil der entwicklungspolitisch engagierten Zivilgesellschaft, wie das Bundes­mini­sterium für wirt­schaft­liche Zu­sammen­arbeit und Entwicklung auch für eine stärkere För­de­rung der ge­sund­heits­re­levanten Millenniums­ent­wicklungs­ziele 4, 5 und 6.

Gudrun Kopp unterstrich, dass beim Thema Vor­beugung der Mutter-Kind-Übertragung von HIV (Preventing mother to child transmission, PMTCT) weiterhin dringender Handlungsbedarf besteht. Etwa 90 Prozent aller HIV-Infektionen von Kindern weltweit werden von der Mutter übertragen. Bei konsequenter Behandlung von Schwangeren kann die Übertragung des HI-Virus jedoch auf zwei Prozent gesenkt werden.

PMTCT wird daher als wichtige und effektive präventive Strategie zunehmend in Afrika, Asien, Lateinamerika und Osteuropa eingeführt und in bestehende Pro­gramme der sexuellen und reproduktiven Gesundheit integriert. Der Zugang zu Diensten zum Schutz der HIV-Übertragung von der Mutter auf das Kind konnte damit in den letzten Jahren bereits deutlich verbessert werden: 53 Prozent der schwangeren Frauen in Ländern mit schwachen und mittleren Einkommen erhielten 2009 anti­retrovirale Behandlung, um die HIV-Übertragung von Mutter zu Kind zu verhindern. Im Jahre 2005 waren es nur 15 Prozent.

Dass Deutschland es ernst meint mit der Ver­besse­rung der Gesundheit von Kindern und Müttern, hat Bundeskanzlerin Merkel im vergangen Jahr deutlich gemacht: Während ihres Treffens im Juni 2010 in Kanada gründeten die G8-Mitglieds­staaten die Muskoka Initiative, welche die Verbesserung der Gesundheit von Müttern, Neugeborenen und Kindern zu Ziel hat. Die Bundes­regierung hat in diesem Rahmen zugesagt, bis 2015 zusätzliche 400 Millionen Euro an ODA-Mitteln für die Kinder- und Müttergesundheit zur Verfügung zu stellen.

Bild: Thomas van Ardenne

About the Author