Internationaler Tag gegen den Einsatz von Kindersoldaten

Internationaler Tag gegen den Einsatz von Kindersoldaten

(BMZ). Der Missbrauch von Kindern zum Kämpfen und Töten im Krieg ist die ver­ab­scheuungs­würdigste Form von Menschen­rechts­ver­letzungen. Immer noch werden weltweit rund 250.000 Minder­jährige von Armeen und bewaffneten Gruppen als Kämpfer oder Arbeitskräfte missbraucht und zu Gräueltaten gezwungen.

Kindersoldaten werden durch ihre Erfahrungen stark trau­ma­tisiert und leiden unter den seelischen und körperlichen Folgen oft ein Leben lang. Die Situation von Mädchen ist dabei be­sonders grausam, denn sie werden in den Armeen und Rebellen­gruppen häufig Opfer sexueller Gewalt.

Gudrun Kopp, Parlamentarische Staats­sekretärin im Bundes­ministerium für wirt­schaftliche Zu­sammen­arbeit und Ent­wicklung (BMZ): “Unser Ziel ist es, den ehemaligen Kindersoldaten zu helfen, ihren Weg in ein normales Leben zu finden und eine Zu­kunfts­per­spektive zu schaffen. Daher unterstützen wir besonders in den betroffenen Regionen Afrikas Programme der Schul- und Berufsausbildung sowie Be­schäftigungs­förder­ung. Außerdem wird den ehemaligen Kämpferinnen und Kämpfern geholfen, ihre tiefen Traumata aufzuarbeiten. Für die Zukunft hoffen wir, dass in noch stärkerem Maße frühzeitig auf Konflikt­parteien eingewirkt werden kann, den Miss­brauch von Kinder­soldaten zu verhindern. Mit dem Vorsitz Deutschlands in der Arbeitsgruppe zu Kindern und bewaffneten Konflikten, einem Gremium des Sicher­heits­rats der Vereinten Nationen, kann hierzu ein Beitrag geleistet werden.”

Der Tag gegen den Einsatz von Kinder­soldaten geht auf das In-Kraft-Treten des Fakultativ­protokolls über die Be­teiligung von Kindern an bewaffneten Konflikten zur VN-Kinder­rechts­kon­vention am 12. Februar 2002 zurück.

Bild: cyclopsr via flickr

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