Ergebnisse des Klimagipfels in Cancún

Ergebnisse des Klimagipfels in Cancún

12.02.2010- Gudrun Kopp, Parla­men­tarische Staats­sekretärin im Bundes­mi­nisterium für wirt­schaft­liche Zu­sam­men­arbeit und Ent­wick­lung (BMZ) bilanziert nach ihrer Rückkehr aus Cancún den Klima­gipfel: “Mein zuvor geäußerter Opti­mis­mus hat sich bewahrheitet: Ich freue mich über das Ergebnis von Cancún. Die Erstarrung konnte nach meinem persönlichen Eindruck vor allem durch eine kluge Verhand­lungs­strategie der Verein­ten Nationen und den Willen der Teil­neh­mer zur Eini­gung in kleinen Schritten erreicht werden.

Es ging vor allem darum, verloren gegangenes Vertrauen der Ent­wick­lungs­länder gegenüber den In­dustrie­ländern wieder aufzubauen.

In Cancún hat eine ruhige und konstruktive Arbeits­at­mosphäre dazu beigetragen. Cancún sollte als positives Beispiel für zukünftige Konfe­ren­zen gelten – auch und gerade wenn der nächste Gipfel in Durban / Südafrika in einem Jahr ein Erfolg werden soll.”

Deutschland wird in den Jahren 2010 bis 2012 rund 4 Milliarden Euro für Klima­vor­haben in Ent­wick­lungs­ländern bereit­stellen, davon 1,26 Milliarden Euro im Rahmen der in Kopenhagen angekündigten zusätzlichen “Fast Start” Finanzierung. Über 80 Prozent der Summe werden über das BMZ bereitgestellt. Das BMZ ist damit wichtigster deutscher Finanzierer inter­nationaler klima­politischer Maßnahmen. Bei den jüngsten Verhand­lungen ist es gelungen, Klima- und Ent­wick­lungs­politik als zwei Seiten derselben Medaille zu erkennen.

Ein weiterer Fortschritt ist die Aufnahme der Klima­anpassung in das “Pflichtenheft” der Klima­rahmen­kon­ven­tion. Gudrun Kopp sagte dazu: “Ins­besondere unsere Partner­länder in Afrika, aber auch die ärmsten Länder in Asien und Latein­amerika leiden unter den Folgen des Klima­wandels. Ihre Fort­schritte dürfen nicht durch die Folgen des Klima­wandels gefährdet werden. Und endlich werden jetzt auch gemeinsame An­strengun­gen gegen die Abholzung der tropischen Wälder völker­rechtlich abgesichert.”

Der in Cancún im Grundsatz beschlossene “Green Climate Fund” wird ein neues Instrument der Entwicklungspolitik, das die direkt mit den Partner­ländern durchgeführten Vorhaben ergänzen wird. Gudrun Kopp dazu: “Ich werde mich dafür einsetzen, dass der Fonds in Bonn angesiedelt wird, wo bereits das Klima-Sekretariat und der Klima-Anpassungsfonds ihren Sitz haben.”

Text: BMZ
Bild: cop16Mexiko

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