Entwicklungspolitik setzt Menschenrechte um!

Entwicklungspolitik setzt Menschenrechte um!

10.12.2010- Heute vor 62 Jahren wurde die Al­lge­mei­ne Erklärung der Men­schen­rechte von der Ge­neral­ver­sammlung der Verein­ten Nationen an­ge­nom­men, basierend auf der Über­zeu­gung, dass die Ach­tung von Men­schen­würde und Men­schen­rechten die Grund­lage von Freiheit, Gerech­tig­keit und Frieden in der Welt bilden.

“Die große entwicklungs­politische Heraus­forderung stellt aber die Um­setzung der Menschen­rechte dar”, so Bundes­minister Niebel. “Ich halte es für nicht akzeptabel, dass es noch immer in über 100 Ländern Folter und Misshandlungen gibt, dass die Mei­nungs­freiheit in 96 Ländern eingeschränkt ist und Homosexualität in über 80 Ländern kriminalisiert wird.” Aber nicht nur bei den bürgerlich-poli­ti­schen Men­schen­rechten besteht Handlungs­bedarf, auch bei den wirt­schaft­lich, kultu­rellen und sozialen Menschen­rechten ist in den Partner­ländern der deut­schen Entwicklungsarbeit noch viel zu tun: In vielen Ländern liegt die Analphabetenquote bei über 60 Prozent, die Lebens­erwartung bei nur 40 Jahren und mehr als 30 Prozent der Kinder unter 5 Jahren sind unterernährt. Den Menschen werden damit die Rechte auf Bildung, Gesundheit und Nahrung verwehrt. “Auf meinen Auslands­reisen setze ich mich stets für die Umsetzung der Menschenrechte ein”, unterstreicht Niebel, der sich zurzeit auf Reisen in Afrika aufhält.

Die deutsche Entwicklungs­politik unterstützt Partner­regierungen dabei, diese enormen Herausforderungen anzunehmen und die effektive Umsetzung der Menschenrechte voranzutreiben. Für das BMZ sind hierbei Achtung, Schutz und Gewähr­leistung der Menschen­rechte zentrales Kriterium für die Zusammenarbeit und Voraussetzung für eine nachhaltige Entwicklung.

Text: BMZ
Bild: gnu1742

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