“Der Einigungswillen ist bei vielen Teilnehmern zu spüren”

“Der Einigungswillen ist bei vielen Teilnehmern zu spüren”

Laut Gudrun Kopp besteht Hoffnung auf einen erfolgreichen Abschluss der Verhandlungen beim diesjährigen UN Klimagipfel in Cancún. Übergreifendes Ziel der Verhandlungsrunde in Cancún ist es aus Sicht der Industriestaaten, die wesentlichen Elemente des Copenhagen Accords in den offiziellen Verhandlungsprozess der Klimarahmenkonvention (UNFCCC) zu überführen.

Berlin, 07.12.2010- Gudrun Kopp, Parlamentarische Staatssekretärin beim Bundes­minister für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Ent­wick­lung, hat mit Blick auf den UN-Klima­gipfel im mexika­ni­schen Cancún ihre Hoffnung auf einen erfolgreichen Abschluss der aktuellen Klimaverhandlungen betont: “Der Einigungswille ist bei vielen Teilnehmern zu spüren. Allerdings gibt es in einigen Grundpositionen vor allem in den Bereichen Emissionsminderung und Finanzierung weiteren Ab­stimmungs­bedarf zwischen Industrie- und Ent­wick­lungs­ländern. Cancún kann den Weg ebnen zu einem umfassenden neuen Klimaabkommen, dessen Abschluss dann im nächsten Jahr in Südafrika möglich ist.”

Im gegenwärtigen Verhandlungsstand zeigt sich insbesondere in den Bereichen Emissionsminderungen, Finanzierung von Klimaschutz und Anpassung an den Klimawandel noch keine einheitliche Linie und eine Vielzahl oft gegensätzlicher Optionen. Demgegenüber scheint eine Einigung in den Bereichen Waldschutz und Technologiekooperation eher möglich.

Übergreifendes Ziel der Verhandlungsrunde in Cancún ist es aus Sicht der Industriestaaten, die wesentlichen Elemente des Copenhagen Accords in den offiziellen Verhandlungsprozess der Klimarahmenkonvention (UNFCCC) zu überführen. In Kopenhagen war im vergangenen Jahr die Einigung auf ein umfassendes neues Klimaabkommen gescheitert. Das Abschlussdokument, der Copenhagen Accord, das erstmals auch Minderungszusagen von Entwicklungs- und Schwellenländern beinhaltet, wurde nicht formell verabschiedet. Inzwischen haben aber fast 140 Staaten den Copenhagen Accord unterstützt, 85 davon auch mit eigenen Minderungszielen.

Die Parlamentarische Staatssekretärin nimmt als Vertreterin der Bundesregierung neben Bundesumweltminister Norbert Röttgen an den Verhandlungen in Cancún teil. “Unser Ziel ist es, die Zukunftsperspektiven der Menschen in Entwicklungsländern zu verbessern. Dazu gehört auch, sie vor den Auswirkungen des Klimawandels, wie etwa Dürren, Überschwemmungen und in deren Folge Hunger und Not, zu schützen”, betonte Kopp. Das BMZ stellt 2010 mehr als 1 Milliarde Euro für Klimaschutz und Anpassung bereit. An der in Kopenhagen zugesagten Anschubfinanzierung (“Fast-Start”) für die Jahre 2010-2012 hat das BMZ einen Anteil von rund 70 Prozent.

In Cancún wurden in diesem Rahmen zusätzliche Verträge in einer Gesamthöhe von 105 Millionen Euro mit Mexiko, Brasilien und der Weltbank unterzeichnet, darunter ein Vertrag zur Verstärkung des deutschen Engagements bei der Forest Carbon Parternship Facilitiy (FCPF) der Weltbank über 34 Millionen Euro, die Unterzeichnung des deutschen Beitrags zum brasilianischen Amazonas Fonds über 21 Millionen Euro sowie die Unterzeichnung eines Darlehensübertrags zwischen KfW und mexikanischer Entwicklungsbank über 50 Millionen Euro.

Text: BMZ

Bild: Hompage zu COP16 Cancún México

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