Deutsch­land finan­ziert Wald­schutz mit 44 Millio­nen Euro

Deutsch­land finan­ziert Wald­schutz mit 44 Millio­nen Euro

Berlin, 07.12.2010- Gudrun Kopp, Parlamentarische Staatssekretärin beim Bundesminister für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung, hat am Dienstag am Rande der UN Klimakonferenz im mexikanischen Cancún einen Finanzierungsvertrag von 34 Millionen Euro mit der Wald-Kohlenstoffpartnerschaft (Forest Carbon Partnership Facility – FCPF) der Weltbank unterzeichnet. Hinzu kommen weitere 10 Millionen Euro, die das Bundes­umwelt­ministerium beiträgt. “Dies ist ein strategischer Beitrag für Deutschland”, sagte Kopp, “denn Klimaschutz ist ohne den Schutz der Wälder nicht denkbar. Die FCPF leistet bereits heute wichtige Pionierarbeit in vielen waldreichen Ländern.” Die Mittel sind Teil der 1,26 Milliarden Euro Finanzierungszusagen, die Deutschland beim UN Klimagipfel in Kopenhagen im Jahr 2009 als Anschubfinanzierung für Klimaschutz (“Fast-Start”-Finanzierung) zugesagt hat.

“Klimarelevante Maßnahmen in Entwicklungsländern sind für uns integraler Bestandteil nachhaltiger Entwicklung. Auch Waldschutz und Bekämpfung der Abholzung der Tropenwälder sind wichtige und kostengünstige Wege der Minderung von Emissionen. Mein Ministerium baut die bestehenden Partnerschaften mit wichtigen Waldländern wie Brasilien, Indonesien und dem Kongo derzeit weiter aus, um den neuen Anforderungen gerecht zu werden”, unterstrich Gudrun Kopp.

Die Gründung der FCPF im Jahr 2007 geht auf die Initiative von Bundeskanzlerin Merkel im Zuge des G8-Gipfels von Heiligen­damm zurück. Seitdem ist die FCPF mit 37 Partnerländern und 16 Gebern zur größten multilateralen Pilotinitiative im Klima- und Waldschutz geworden. Sie gibt wichtige Impulse vor Ort und in den internationalen Klimaverhandlungen. Inzwischen haben bereits 13 Entwicklungsländer nationale Roadmaps für die Reduktion von Emissionen aus Entwaldung und Degradierung (REDD+) erstellt.

Aus Sicht der Bundesregierung ist REDD+ zentral, um auch bei Biodiversitätserhalt und Armutsreduzierung voranzuschreiten. Die Bundesregierung setzt sich dafür ein, dass Emissionsreduzierung, Erhalt biologischer Vielfalt und soziale Entwicklung durch enge Einbindung und Zusammenarbeit mit der lokalen Bevölkerung Hand in Hand gehen. Die FCPF hat hier über die letzten Jahre vorbildliche Arbeit geleistet und soll dies auch weiter tun. Dies zeigt sich auch dadurch, dass sowohl BMZ als auch BMU zur Finanzierung der FCPF beitragen sowie durch die Flankierung der FCPF-Zusagen mit umfangreichen bilateralen Programmen in besonders wichtigen tropenwaldreichen Ländern, wie Brasilien oder Indonesien.

Text: BMZ

Bild: Yassakka

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