Zugang zu HIV-Behandlung in Entwicklungsländern steigt

Zugang zu HIV-Behandlung in Entwicklungsländern steigt

Genf (epo.de). – In Entwicklungsländern sind im vergangenen Jahr ermutigende Fortschritte gemacht worden, HIV-Infizierten und Aids-Kranken einen besseren Zugang zu medizinischer Behandlung bereitzustellen. Das geht aus dem Bericht “Towards Universal Access” hervor, den die Weltgesundheitsorganisation (WHO), das UN-Kinderhilfswerk UNICEF und das UN-Programm zu HIV/AIDS (UNAIDS) am Dienstag in Genf veröffentlichten.

Der Bericht analysiert die 2009 erreichten Fortschritte in 144 Ländern mit niedrigem und mittlerem Einkommen. Demnach konnte die Zahl der Menschen mit Zugang zu HIV-Behandlung um mehr als 1,2 Millionen gesteigert werden. Die sei der größte bislang verzeichnete Anstieg innerhalb eines Jahres. 2009 hatten dem Report zufolge ingesamt 5,25 Millionen Menschen in Entwicklungsländern Zugang zu medizinischer HIV/Aids-Versorgung – rund 36 Prozent der Bedürftigen.

Wie aus dem Bericht hervorgeht, konnten im Osten und Süden Afrikas, den Regionen mit den häufigsten HIV-Infektionen, beträchtlichte Fortschritte bei der Bereitstellung medizinischer Versorgung verbucht werden. Der Anteil der Patienten, die behandelt werden konnten, stieg hier innerhalb eines Jahres von 32 auf 41 Prozent. Die Hälfte der Schwangeren kann inzwischen auf HIV getestet und beraten werden.

In 15 Ländern, darunter Botswana, Guyana und Südafrika, konnten 2009 mehr als 80 Prozent der HIV-positiven Schwangeren behandelt werden, um eine Übertragung der Infektion auf die Kinder zu verhindern. 14 Länder, unter ihnen Brasilien, Namibia und die Ukraine, sind mittlerweile in der Lage, 80 Prozent der HIV-positiven Kinder zu behandeln. Und in acht Entwicklungsländern, zu denen Kambodscha, Kuba und Ruanda gehören, besteht jetzt ein universeller Zugang zur modernen antiretroviralen Behandlung (ART) von Erwachsenen.

“Wir sind auf dem richtigen Weg, wir haben gezeigt was funktioniert und jetzt müssen wir das ausbauen”, sagte der stellvertretende UNAIDS-Exekutivdirektor Paul De Lay. Es fehlten jedoch zehn Milliarden US-Dollar zur Finanzierung der Programme. Auf der Geberkonferenz des Globalen Fonds zur Bekämpfung von AIDS, Tuberkulose und Malaria in der kommenen Woche in New York müsse die Zukunft der AIDS-Programme gesichert werden.

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