Die neue Unverbindlichkeit – Können die Millenniumsziele noch gerettet werden?

Die neue Unverbindlichkeit – Können die Millenniumsziele noch gerettet werden?

(Welthungerhilfe, GIGA)

Podiumsdiskussion des Hamburger Freundeskreises der Welthungerhilfe und des GIGA:
Dienstag, 21. September, von 18:30-20:00, Ort: Bucerius Law School

Vor zehn Jahren, im September 2000, verabschiedete die Generalversammlung der Vereinten Nationen die Millenniumentwicklungsziele. Bis 2015 sollte die als Meilenstein gefeierte globale Entwicklungsagenda verwirklicht sein. Vom 20.-22.09.2010 findet bei den UN in New York ein hochrangiges Treffen der Regierungen zur Überprüfung der Umsetzung statt („Weltarmutsgipfel“). Schon jetzt ist klar, dass die Zwischenbilanz weit hinter den Erwartungen zurückbleibt. Was sind die Hindernisse, die Fortschritte erschweren? Welche Ansätze, welche Programme und welche Politiken sind notwendig, um die Ziele schneller zu erreichen? Welche Faktoren sind auf Dorfebene entscheidend? Wie muss eine aktionsorientierte Agenda für die nächsten fünf Jahre aussehen, um ein globales Versagen noch abzuwenden? Und was kann man von den Millenniumsdörfern der Welthungerhilfe lernen, etwa von Sodo in Äthiopien, das vom Hamburger Freundeskreis unterstützt wird? Diese und andere Fragen wollen wir zeitgleich zum Weltarmutsgipfel mit in- und ausländischen Experten kritisch erörtern.
Dieses entwicklungspolitische Podium wird zum dritten Mal veranstaltet vom Hamburger Freundeskreis der Welthungerhilfe und dem GIGA German Institute of Global and Area Studies.

Prof. Dr. Robert Kappel, Präsident des German Institute of Global and Area Studies (GIGA), Bärbel Dieckmann, Präsidentin der Deutschen Welthungerhilfe sowie Eveline Herfkens, ehemalige niederländische Entwicklungsministerin und Gründerin der UN-Millenniums-Kampagne und Hans-Jürgen Beerfeltz, Staatssekretär im Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ) diskutieren, ob und wie das globale Versagen noch abgewendet werden kann. Benjamin Adrion, Gründer der Initiative Viva con Agua, berichtet aus dem Millenniumsdof Sodo in Äthiopien. Moderiert wird die Veranstaltung von der Redakteurin der Wochenzeitung DIE ZEIT, Petra Pinzler.

Für Fragen steht Ihnen Patricia Czessack unter Tel. +49 (0)228 2288-450 gerne zur Verfügung.
Um Anmeldung per Fax oder E-Mail wird bis zum 13.09.10 gebeten; Anmeldeformular.

Die Veranstalter

- Die Welthungerhilfe leistet humanitäre Hilfe in Krisenregionen und unterstützt einheimische Partner in langfristigen Entwicklungsvorhaben. In Deutschland und Europa setzt sie sich für eine an den Interessen der Armen orientierte
Politik gegenüber den Entwicklungsländern ein. Der Hamburger Freundeskreis: Auf Initiative des Hamburger Senats wurde am 19. Oktober 2005 der Hamburger Freundeskreis der Welthungerhilfe gegründet. Von Benefizaktionen über Ausstellungen bis zu politischen Veranstaltungeninitiiert und organisiert er seitdem jährlich zahlreiche Aktivitäten. Ziel ist es, Spenden zu sammeln und darauf aufmerksam zu machen, dass eine Welt ohne Hunger und Armut möglich ist. Alle Aktivitäten kommen sämtlich und unmittelbar dem äthiopischen Millenniumsdorf Sodo zugute. Sprecher und Mitbegründer des Kreises ist Dr. Theo Sommer, langjähriger Herausgeber der ZEIT.

- Das GIGA German Institute of Global and Area Studies in Hamburg ist die größte deutsche und eine
der größten europäischen Forschungseinrichtungen für Area Studies und Comparative Area Studies.

Bild: Annabel Hervieu/Oxfam International, via flickr

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