Bye bye bombies – Internationaler Aktionstag gegen Streubomben

Bye bye bombies – Internationaler Aktionstag gegen Streubomben

(SODI) Anlässlich des Inkrafttretens der Streubombenkonvention am 01. August 2010 machten SODI und das Aktionsbündnis Landmine.de in einer öffentlichen Aktion in Berlin auf das verheerende humanitäre Problem der Streubomben und die Bedeutung der Streubombenkonvention aufmerksam.

Die öffentliche Aktion fand im Rahmen des von der Cluster Munition Coalition initiierten weltweiten Aktionstages „beat the drum to ban cluster bombs“ statt und wurde von den Medien mit Interesse verfolgt.

Mit einer Trommlergruppe und Aktionstheater protestierten SODI und das Aktionsbündnis Landmine.de vor der amerikanischen und der russischen Botschaft in Berlin, um diese Staaten aufzufordern, dem Abkommen beizutreten. Gleichzeitig informierte SODI über seine Projekte zum humanitären Minen- und Blindgängerräumen in Laos und Vietnam.

Für Laos, dem weltweit von Streubomben am stärksten betroffenen Land, ist die Konvention von besonderer Bedeutung. Entsprechend wurde das Inkrafttreten der Konvention mit einer großen ganztägigen Veranstaltung gewürdigt. Unter dem Motto „bye bye bombies“ feierte man den Anlass mit verschiedenen Tanz- und Theateraktionen, mit Spielen, Zeremonien und Reden. Auch hier nahm SODI an der Aktion teil und machte durch einen Lkw auf der Trommlerparade und einen Infostand auf sein Integriertes Programm zur humanitären Blindgängerräumung und Entwicklung aufmerksam.

Obwohl das Abkommen bereits von 107 Ländern unterzeichnet und von 37 ratifiziert wurde, haben sich die größten Produzenten von Streubomben, wie die USA, China und Russland, bisher nicht bereit erklärt, dem völkerrechtlichen Abkommen beizutreten.

Mit dem internationalen Abkommen gegen Streubomben, das im Rahmen des Oslo-Prozesses – eine Initiative der norwegischen Regierung für ein Verbot von Streumunition – entstand, wird nicht nur der Einsatz, sondern auch die Produktion, Weitergabe und Lagerung von Streumunition verboten. „Der größte Erfolg dieses Abkommens liegt vor allem in der Verpflichtung der Mitgliedsstaaten, betroffene Gebiete von den explosiven Kampfmittelrückständen zu befreien und die Opfer von Streumunition und ihre Angehörigen zu unterstützen. Leider werden noch immer nicht annähernd ausreichende finanzielle Mittel für die Opferhilfe zur Verfügung gestellt“, betont Marion Gnanko, SODI-Projektmanagerin für humanitäre Kampfmittelräumung.

Aktuelle Medienbeiträge zum Thema:
Beitrag auf rbb: Abendschau vom 01.08.2010, 19:30Uhr
Beitrag auf mdr: mdr aktuell vom 01.08.2010, 19:30Uhr
Interview mit SODI Programm Manager in Laos Siegfried  Block auf Deutschlandfunk

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