Afrikatag am 25. Mai:

Afrikatag am 25. Mai:

Eigenständige Entwicklung fördern, Stereotype bekämpfen, Rechte einfordern

Zum Afrikatag am 25.5.2010 fordert der Solidaritätsdienst-international e.V. (SODI) die Bekämpfung kolonialer Denkmuster und rassistischer Klischees über AfrikanerInnen sowie die Förderung lokaler Prozesse und Rechte.

Ob unfaire Handelsbedingungen, großflächige Landnahme, Ressourcenkonflikte oder Bedrohungen durch den Klimawandel – Afrika sieht sich aktuell großen Herausforderungen entgegen. Trotz intensiver Bemühungen lebt zwei Fünftel der afrikanischen Bevölkerung in Armut. Nahrungsmittel- und Wirtschaftskrise oder Verbreitung von HIV/AIDS erschweren die Entwicklung.

Seit seiner Gründung engagiert sich SODI daher für die soziale und politische Entwicklung im südlichen Afrika. Gemeinsam mit Partnern – lokalen Nichtregierungsorganisationen, religiösen Gruppen, Frauenverbänden – soll ein selbst bestimmtes Leben für benachteiligte Personen erreicht werden. Partizipation und Eigenverantwortlichkeit bei der Realisierung der Projekte, bestärken die Menschen darin, ihren eigenen Lebensstandard zu verbessern. Mit dem Bau von Trockentoiletten, der Förderung von HIV/AIDS-Aufklärungsunterricht oder Stärkung der ländlichen Entwicklung sollen nachhaltige Wirkungen erreicht werden. „Dabei geht es nicht um den Transport von Ideen nach Afrika, jegliche Form von eurozentristischem Handeln soll durchbrochen werden. Seit Anbeginn unserer Projektarbeit in Afrika fördern wir lokale Prozesse, Ideen und Initiativen, da sie am besten geeignet sind, Armut zu bekämpfen und Abhängigkeitsstrukturen zu überwinden.“, so Andreas Bohne, Projektbearbeiter Afrika.

In Deutschland liegt der Schwerpunkt von SODI im Bereich der Kampagnen- und Bildungsarbeit. Koloniale Denkmuster, rassistische Klischees und Stereotype über AfrikanerInnen sollen bekämpft und ein Umdenken erreicht werden. Kritische Aufarbeitungen von Verwicklungen in Kolonial- und Apartheidzeit werden thematisiert – hier verlangt SODI Verantwortung zu übernehmen. Mit Konferenzen und Diskussionsveranstaltungen wird über politische, ökonomische und soziale Entwicklungen informiert. Die Forderung nach einer Finanztransaktionssteuer, die zur Umsetzung der Millenniumentwicklungsziele in Afrika beitragen kann, wird ebenso angemahnt wie der Stopp der EPA-Gespräche mit ihrer neoliberalen Zielrichtung. „SODI ist sich bewusst, dass die Ziele der Inlandsarbeit nur mit einer guten Vernetzung der afrikanischen Diaspora erreicht werden können“, ergänzt Sylvia Werther, Geschäftsführerin von SODI.

Um die SODI Arbeit in Afrika zu unterstützen, benötigen wir Ihre Spenden unter dem Kennwort „Afrika“ auf das SODI-Spendenkonto 10 20 100 bei der Bank für Sozialwirtschaft, BLZ 100 205 00.

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