Bundesentwicklungsminister Dirk Niebel:

Bundesentwicklungsminister Dirk Niebel:

Ländliche Entwicklung ist Voraussetzung für ausreichende Welternährung

Anlässlich der sechsmonatigen Amtszeit der neuen Bundesregierung luden heute die Nichtregierungsorganisation Oxfam und das Welternährungsprogramm der Vereinten Nationen nach Berlin ein, um zu diskutieren, wie der Hunger weltweit besiegt werden kann.

Bundesentwicklungsminister Niebel sagte dazu: “Wir stellen als neue Bundesregierung den ländlichen Raum wieder in den Mittelpunkt unserer Politik. Die Entwicklung ländlicher Räume ist der Schlüssel zur Armutsbekämpfung und zur Erreichung der Millenniumsentwicklungsziele. Im ländlichen Raum liegen enorme Entwicklungspotenziale und Chancen.”

Der Minister wies darauf hin, dass die Zahl der Hungernden auf der Welt in den letzten Jahren von etwa 850 Millionen auf über eine Milliarde gestiegen sei. Der starke Anstieg der Nahrungsmittelpreise sowie die Finanz- und Wirtschaftskrise habe die Entwicklungsländer besonders hart getroffen. Hunger sei in erster Linie eine Folge von Armut, verursacht durch fehlende Beschäftigungsmöglichkeiten. Im Zentrum der Hungerbekämpfung des BMZ stehe daher, den Menschen zu Arbeit und Einkommen zu verhelfen. Niebel dazu: “Umfassende ländliche Entwicklung heißt vor allem, die politischen, wirtschaftlichen und rechtlichen Rahmenbedingungen zu verbessern. Ländliche Entwicklung ist also viel mehr als nur die Förderung der Landwirtschaft durch besseres Saatgut, Düngemittel und Bewässerungstechnik.”

Bundesentwicklungsminister Niebel bekräftigte die Zusage der Bundeskanzlerin, dass das BMZ in den drei Jahren bis 2012 insgesamt drei Milliarden US-Dollar in ländliche Entwicklung und Ernährungssicherung investieren werde, wie auf dem letztjährigen G8-Gipfel in Italien versprochen. Niebel: “Bereits in diesem Jahr haben wir zusätzliche 44 Millionen Euro als Anschubfinanzierung bereitgestellt, um bestehende gute Projekte unbürokratisch aufstocken zu können. Hiervon profitieren unter anderem Vorhaben in Ländern wie Afghanistan, Laos, Kambodscha, Bolivien, Peru, Ghana, Kenia und Äthiopien.”

via BMZ

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