Start der Kampagne „Star of Apartheid“

Start der Kampagne „Star of Apartheid“

Der Auftritt der deutschen Fußball-Nationalmannschaft bei der WM in Südafrika steht unter keinem guten Stern. Das Problem ist nicht das DFB-Team, sondern dessen Hauptsponsor: Mercedes-Benz. Bei SüdafrikanerInnen die ihr Leben im Kampf gegen das rassistische Apartheidregime riskierten, ruft das Daimler-Logo schlechte Erinnerungen wach.

Zusammen mit der Kampagne „Star of Apartheid“ unterstützen die Träger Koordination Südliches Afrika (KOSA), Kirchliche Arbeitsstelle Südliches Afrika (KASA), medico international,die südafrikanische Opferorganisation Khulumani Support Group und SODI. Seit 1995 fordert Khulumani die Entschädigung für die Opfer der Apartheid. Viele Opfer leben unter prekären sozialen und wirtschaftlichen Bedingungen. Auch die südafrikanische Wahrheits- und Versöhnungskommission (TRC) hatte festgelegt, dass die von ihr beglaubigten 20.000 Opfer von Menschenrechtsverletzungen durch das Apartheid-Regime finanziell und symbolisch entschädigt werden sollen. Diese Aufforderung ging auch an die Unternehmen, die von der Apartheid profitierten.

Hintergrund: Die Klage

2002 erhoben Khulumani und 91 KlägerInnen – alles Mitglieder von Khulumani – stellvertretend für die Opfer der Apartheid in Südafrika und den betroffenen Nachbarländern eine Klage in New York. Beklagte waren 22 ausländische Konzerne und Banken, die über viele Jahre das Apartheidsystem unterstützt und von ihm profitiert haben.

Im April 2009 wurden Klagen gegen fünf Unternehmen am Bezirksgericht in New York zugelassen . Zu den Beklagten zählen die Daimler AG, Rheinmetall, IBM, General Motors und Ford. Auch die südafrikanische Regierung steht den Klagen seit Sommer 2009 positiver gegenüber und begrüßt die Zulassung der Klage.

Das Verfahren gegen Daimler ist von Brisanz, da Mercedes Benz der Hauptsponsor der deutschen Nationalmannschaft während der Weltmeisterschaften in Südafrika ist. Darüber wurde auch DFB-Präsident Dr. Theo Zwanziger informiert und aufgefordert mit Daimler in den Dialog zu treten.

Forderungen an Daimler

Mit der Kampagne „Star of Apartheid“ wird Khulumani in ihren Forderungen an die Daimler AG unterstützt. Dazu zählen die Öffnung der Archive für eine unabhängige kritische Aufarbeitung der Rüstungsexporte und Engagement während der Apartheidzeit sowie eine Wiedergutmachung den Opfern gegenüber. Eine Stiftung soll Apartheidopfer soziale, wirtschaftliche und gesundheitliche Unterstützung ermöglichen.

Neben der juristischen Aufarbeitung der Apartheid-Verbrechen könnte die Klage ein Präzedenzfall zur Durchsetzung von menschenrechtlichen Standards gegenüber internationalen Unternehmen sein.

Die Opfer brauchen Ihre Unterstützung – Unterzeichnen Sie online oder senden Sie eine Postkarte an Daimler

Unterstützen Sie die Kampagne um Druck auf die Daimler AG aufzubauen und solidarisieren Sie sich mit den Apartheidopfern.

Unterzeichnen mit einer Online unter www.star-of-apartheid.de den Aufruf an Dr. Dieter Zetsche oder senden Sie eine Postkarte (Kostenlose Bestellung hier) an Dr. Dieter Zetsche, Vorstandsvorsitzender der Daimler AG.

Weitere Informationen findet Ihr unter:

der Kampagnenseite von SODI

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