Immer mehr Flüchtlinge müssen hungern

Immer mehr Flüchtlinge müssen hungern

Bonn, 15.10.2009. – Laut Schätzungen der „Ernährungs- und Landwirtschaftsorganisation der Vereinten Nationen“ (FAO) ist die Zahl der weltweit Hungernden auf über eine Milliarde Menschen angestiegen. Schuld an dem historischen Hoch seien vor vor allem die katastrophalen Auswirkungen der globalen Wirtschaftskrise. „Zu einer Zeit, in der mehr Menschen hungern als je zuvor, gibt es so wenig Nahrungsmittelhilfe wie noch nie“, berichtet Josette Sheeran, Exekutivdirektorin des UN-Welternährungsprogramm (WFP).

Am Welternährungstag, der am 16. Oktober begangen wird, soll darauf aufmerksam gemacht werden, dass zahllose Menschen an Hunger leiden. Unter den Hungernden sind auch Tausende Flüchtlinge und Vertriebene, die aufgrund ihrer prekären und verletzbaren Lage besonders unter der Krise leiden müssen. Um Abhilfe zu schaffen, kooperiert das UN-Flüchtlingskommissariat (UNHCR) gemeinsam mit dem WFP, um sicherzustellen, dass alle Flüchtlinge und Vertriebene bei Nothilfe-Einsätzen und anderen Hilfsoperationen mit Lebensmitteln versorgt werden können.

In diesem Zusammenhang konnten im letzten Jahr bereits tägliche Essensrationen an über 2,3 Millionen Flüchtlinge und Rückkehrer sowie an fünf Millionen Binnenvertriebene in 30 Ländern mit durchschnittlich 1.980 Kilokalorien pro Person verteilt werden.

Wie prekär die Lage für viele Flüchtlinge geworden ist, zeigt der alltägliche Kampf ums Essen in Syrien. Die sprunghaft gestiegenen Preise für Nahrungsmittel haben dort Tausende irakische Flüchtlinge ins Elend gestürzt. Während im September 2007 nur 33.000 Iraker auf die täglichen Essensrationen von WFP und UNHCR angewiesen waren, stieg bis April 2008 die Zahl der Hilfsbedürftigen rapide auf mehr als 150.000 an.

Die UNO-Flüchtlingshilfe, der Partner von UNHCR in Deutschland, hat aufgrund der katastrophalen Versorgungslage von Tausenden Flüchtlingen, dringend zu Spenden aufgerufen.

www.uno-fluechtlingshilfe.de

Bild von Zoriah

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